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Flüchtlinge Syrien"Amal bedeutet Hoffnung"- Syrische Flüchtlingsschicksale in Irbid (Jordanien)

29-11-2013

Islamic Relief hilft mit Lebensmittelgutscheinen und Zuwendung

Irbid liegt Norden Jordaniens, nur wenige Kilometer von der Grenze nach Syrien entfernt. Schon längst glauben die Menschen, dass in Irbid mehr Menschen als in der Hauptstadt Amman wohnen, seitdem der Krieg in Syrien tobt und die Flüchtlingsströme kein Ende nehmen.

Islamic Relief, Mitgliedsorganisation bei Aktion Deutschland Hilft, ist seit Kriegsausbruch vor fast zwei Jahren in Jordanien im ständigen Dauereinsatz. Sie verteilen Lebensmittelgutscheine, geben Mietzuschüsse, kümmern sich um die medizinische Grundversorgung und um sonstige Belange der Flüchtlinge. Die wichtigste Hilfe ist die unermüdliche Zuwendung der jungen Mitarbeiterinnen von Islamic Relief, die die Familien in ihren Unterkünften besuchen, ihnen Tag und Nacht mit Rat und Tat zur Seite stehen und immer ein tröstendes und liebevolles Wort für sie haben.

Drei Familien von Hundertausenden

Wir besuchen zusammen mit Hala Al-Thalji, einer 26jährigen jungen Frau, die Arabisch und Kommunikationswissenschaften studiert hat und seit fünf Monaten nun als Sozialarbeiterin für Islamic Relief arbeitet, drei Flüchtlingsfamilien von hunderttausenden. Ihre Schicksale stehen stellvertretend für das unermessliche Leid der Zivilbevölkerung, das der Bürgerkrieg in Syrien verursacht.

„Ohne die Hilfe von Islamic Relief wüssten wir nicht, wie wir überleben sollten“

Layla [Name geändert] hat drei Töchter und einen Sohn. Die Familie kommt aus Homs. Vor Monaten flüchteten sie mit den vier Enkelkindern auf dem Arm viele Tage zu Fuß, bis sie die rettende Grenze überschritten hatten. Ihr Ehemann war Pilot, wurde in Gefängnis gesteckt, gefoltert und schließlich getötet. Ihr Sohn wollte nicht länger kämpfen, desertierte aus der Armee und wurde im Gefängnis erschossen. Der Mann ihrer 18-jährigen Tochter Marwa wurde - als er Verletzten helfen wollte - von einem Granatsplitter getroffen und verblutete. Das Eheglück der jungen Mutter währte kein Jahr bis sie zur Witwe wurde. Tiefe Ringe unter den Augen zeugen von Kummer und quälenden Alpträumen. Die kleine zweijährige Tochter Amal ist ihr einziger Lichtblick. „Mein Sonnenstrahl im Dunkel“, weint sie. „Ihr Name bedeutet Hoffnung“.

Layla versucht sie zu trösten: „Hier ist es besser als im Krieg.“ Sie leben zusammen mit anderen Flüchtlingen in einer kargen Wohnung im obersten Stockwerk. Sie haben nur wenige Möbel, die Ihnen Hala besorgt hat, und die Lebensmittelgutscheine sichern der Familie zumindest ein Leben ohne Hunger. „Ohne die Hilfe von Islamic Relief wüssten wir nicht, wie wir überleben sollten“, bedankt sich Layla sich bei Haa.

Dann schwimmen auch ihre Augen in Tränen, als sie erzählt: „Zu Hause liegt unser schönes Heim durch Bomben zerstört in Trümmern, wir besitzen nichts mehr und es ging uns doch so gut. Ich befürchte, dass alles noch schlimmer kommt. Manchmal telefonieren wir mit Verwandten, um zu hören, wie es ihnen geht. Immer, immer muss ich Nachrichten sehen...ich darf sie nicht versäumen und sie berichten nichts als Krieg, kein Wort vom Frieden.“ 

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