Sars-CoV-2/COVID-19Corona-Nothilfe: Mit Abstand, im Freien und über das Mobiltelefon

30-06-2020

von HelpAge

Vor allem für Frauen und Männer im fortgeschrittenen Alter kann das Corona-Virus lebensbedrohlich sein. Die Sterblichkeitsrate für über 80-Jährige beträgt weltweit fast 15 Prozent. Der Schutz älterer Menschen ist deshalb besonders wichtig. Doch aufgrund einer mangelhaften sozialen und medizinischen Absicherung ist dies in afrikanischen Ländern eine große Herausforderung.

COVID-19 treibt Senioren in die Isolation


Über 1.150 ältere Frauen und Männer unterstützt HelpAge gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Kwa Wazee nahe des Viktoriasees in Tansania. Mit einem Rentenprogramm sowie mit Selbsthilfegruppen und Nachbarschaftshilfen greifen die Helfer seit Jahren den Menschen bei ihrem strapaziösen Alltag unter die Arme.

Die Rente ist für sie nicht nur überlebenswichtig, sondern die monatlichen Rentenauszahlungen in den Dorfzentren haben sich auch zu einem sozialen Ereignis entwickelt, bei dem sich Ältere regelmäßig treffen und austauschen können.

Doch seit den ersten Fällen von COVID-19 verbot die Regierung aus Sicherheitsgründen alle größeren öffentlichen Ansammlungen.

Ein Aktionsplan gegen Corona

Die Betroffenen sahen einer ungewissen Zukunft entgegen. Die so wichtige Rente wird seither als Guthaben auf Mobiltelefone überwiesen. Diese Art der mobilen Zahlungsmöglichkeit ist in Tansania weit verbreitet – selbst unter der älteren Bevölkerung. Und auch wenn es für einige Menschen ungewohnt war, für die Älteren ist sie die sicherste Alternative.

Trotz der Einschränkungen blieben die Helfer nicht untätig. Mit einem Aktionsplan traten sie an die Regierung heran – und das mit Erfolg.

Nachbarschaftshilfen kümmern sich um ältere Frauen und Männer


Gemeinsam mit den lokalen Verwaltungen der einzelnen Distrikte erstellten sie daraufhin Poster und Broschüren, um auf das Corona-Virus aufmerksam zu machen, und begannen die Bevölkerung aufzuklären.

Nachbarschaftshilfen kümmern sich um Ältere, die nicht mehr ihr Haus verlassen können. Auch wenn alle Selbsthilfegruppen eingestellt werden mussten, stehen in besonderen Fällen die Helfer mit Einzelberatungen im Freien den älteren Frauen und Männern auch weiterhin zur Seite.


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