Was ist Klimawandel?Was ist der Klimawandel?

Unter Klimawandel versteht man die Erwärmung oder Abkühlung der Erdatmosphäre. Eiszeiten oder der Wandel von Wäldern zu Wüstengebieten sind Belege für natürliche Klimaveränderungen, die seit jeher die Erde prägen. Dieser Wandel vollzieht sich im Normalfall übermehrere Jahrtausende, so dass Pflanzen und Tiere genug Zeit haben, sich an die Veränderungen anzupassen.

Heute steht der Begriff meist für die vom Menschen gemachte und rasch voranschreitende Erderwärmung. Seit über einer Million Jahre war der Gehalt von Treibhausgasen in der Luft nicht mehr so hoch wie heute. In den vergangenen 40 Jahren hat sich unsere Atmosphäre schneller erwärmt als jemals zuvor in der naturhistorischen Geschichte der Erde. Grund dafür ist der vom Menschen beschleunigte Treibhauseffekt.

Was ist der Treibhauseffekt?

Die Erde ist von der Atmosphäre, einer unsichtbaren Lufthülle, umgeben. Die Atmosphäre besteht aus Stickstoff, Sauerstoff und verschiedenen Spurengasen wie Wasserdampf, Kohlendioxid und Methan. Letztere bezeichnet man als Treibhausgase. Der Treibhauseffekt beschreibt, was sie in der Atmosphäre bewirken.

Treibhausgase sind transparent für Sonnenstrahlen, nicht aber für die von der Erdoberfläche ausgehende Wärme-(Infrarot-)Strahlung. Dadurch ist die Wärme gewissermaßen gefangen - wie in einem Treib- oder Gewächshaus. In diesem Vergleich übernehmen die Treibhausgase die Rolle des Glases. Diesen natürlichen Treibhauseffekt gab es schon immer. Er macht die Erde überhaupt erst für den Menschen bewohnbar.

Wie beschleunigt der Mensch die Erderwärmung?

Durch Energieproduktion, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft werden große Mengen Treibhausgase freigesetzt. Diese reichern sich wegen ihrer langen Verweildauer in der Atmosphäre an. Dadurch heizt sich die Atmosphäre auf. Diesen Vorgang nennt man anthropogenen, also vom Menschen beeinflussten Treibhauseffekt.

Woher weiß man, dass es den Klimawandel gibt?

Durch die Untersuchung von Jahresringen von Bäumen, Zeichnungen von fossilen Muschelschalen und von Meeressedimenten sowie mittels Eisbohrungen können Wissenschaftler belegen, dass die Erde zurzeit eine globale Erwärmung erlebt. So bohren Forscher tief ins Grönland- und Antarktiseis, um Proben hervorzuholen.

Diese geben Aufschluss darüber, wie das Klima vor hunderttausenden Jahren war. In diesen Eisproben sind zum Beispiel kleine Luftbläschen eingeschlossen, welche die CO2-Konzentration auf der Erde zeigen. Die Proben belegen: Seit es Menschen auf der Erde gibt, gab es nie eine höhere Konzentration an Treibhausgasen als heute.

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