Helfer und Pelgia Olchea stehen zusammen vor der neu eingeweihten Brücke auf den Philippinen.
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Taifun HaiyanTaifun Haiyan: Eine Brücke zurück ins Leben

09-11-2016

„Niemals hätte ich gedacht, dass jemand sich so für uns einsetzt“, staunt Pelagia Ochea. Gerade hat sie das Band durchgeschnitten und damit eine von drei Brücken eröffnet, die ab sofort das abgeschiedene Dorf Jalas auf der Insel Leyte mit der Außenwelt verbinden.

In Jalas brauchen die Menschen vor allem eine gute Anbindung an die restliche Gemeinde

Drei Jahre ist es her, dass zum ersten Mal ein Team von HelpAge in ihr Dorf gekommen ist, kurz nachdem Taifun Haiyan die philippinische Insel verwüstet hatte. Aus den Gesprächen mit den Dorfbewohnern wurde schnell klar: Neben der Nothilfe – neuen Häusern, medizinischer Versorgung und Saatgut – benötigen die Menschen in Jalas am dringendsten eine bessere Anbindung an die restliche Gemeinde. Denn dann könnten viele Probleme von allein gelöst werden.

Drei Flüsse mussten die Menschen aus Jalas bisher zu Fuß durchqueren, um in Nachbarorte oder die nächstgelegene Stadt zu gelangen. Schüler auf dem Weg in die Schule, Bauern auf dem Weg zum Markt, Kranke auf dem Weg zum Arzt – und Pelagia auf dem Weg zur Gemeindeverwaltung, wo sie ihre Rente abholen muss. Nach starken Regenfällen und in der Regenzeit waren die Flüsse aber unpassierbar. Also ging oft wochenlang niemand zur Schule, zum Markt, zum Arzt oder die Rente abholen.

"Ich hätte niemals gedacht, dass eine Brücke nach mir benannt wird!"

HelpAge holte die Gemeindeverwaltung und das Sozialministerium ins Boot und gemeinsam wurden drei Brücken gebaut. HelpAge beschaffte die Baumaterialien und übernahm die Koordination, die Gemeinde stellte Maschinen und einen Ingenieur, das Sozialministerium bezahlte Löhne für die Bauarbeiter und die Dorfgemeinschaft leistete freiwillige Arbeit.

„Die Brücken sind nicht nur eine riesige Verbesserung für alle im Dorf“, sagt Pelagia bei der Eröffnungszeremonie, „das Projekt hat auch allen gezeigt, dass wir Alten noch so viel können, denn wir Alten haben dafür gesorgt, dass wir eine Brücke bekommen. Alle begegnen uns jetzt mit viel mehr Respekt!“. Und als am Sockel einer der Brücken der Name des Bauwerks enthüllt wird – „Pelagia-Ochea-Brücke“ – freuen sich alle für die 87-Jährige, die mit Tränen der Rührung sagt: „Ich hätte auch niemals gedacht, dass einmal eine Brücke nach mir benannt wird!“

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