von Aktion Deutschland Hilft/Malteser International
Layla Musa stammt aus Khartum und lebt heute in Port Sudan, wo sie eine Ausbildung zur Krankenpflegerin macht. Die 28-Jährige musste vor den Kämpfen aus ihrer Heimatstadt fliehen und ihre Familie zurücklassen. Trotz des Konflikts, der ihr Land zerreißt, hält sie an ihren Träumen fest.
30 Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen
Rund 30 Millionen Menschen sind derzeit im Sudan auf humanitäre Hilfe angewiesen. Fast 80 Prozent der Gesundheitseinrichtungen wurden beschädigt, zerstört oder geplündert.
Der Mangel an medizinischem Fachpersonal ist hoch, da unzählige Menschen seit Beginn des Krieges vor rund drei Jahren zur Flucht gezwungen wurden. Im Dezember 2025 hat Malteser International ein fünfköpfiges Expertenteam in die Hafenstadt Port Sudan entsandt, um Trainings für das verbliebene, meist unzureichend ausgebildete Personal durchzuführen.
So unterstützt die Bündnisorganisation in Abstimmung mit dem sudanesischen Gesundheitsministerium und der Weltgesundheitsorganisation sowohl die Krankenhäuser als auch ausbildende Einrichtungen.
Katastrophale Versorgungssituation
“Die Situation in den Gesundheitseinrichtungen ist erschreckend. Damit in Zukunft die Kranken in Port Sudan besser medizinisch versorgt werden können, als dies derzeit möglich ist, werden unser ehrenamtlicher Notfallsanitäter und eine Ärztin rund 200 Personen schulen, die in den Gesundheitseinrichtungen arbeiten”
Edo Lihic, Einsatzleiter der Sudan-Nothilfe von Malteser International
Trainiert werden Fähigkeiten zur Wiederbelebung, Behandlung von Schwerverletzten und Knochenbrüchen.
Die humanitäre Situation im Sudan ist katastrophal. Nahrungsmittel, Wasser, Medikamente, Strom alles ist extrem knapp – hinzu kommt die ständige Unsicherheit und Angst vor Übergriffen.
“Selbst zuhause fühlst du dich nicht sicher”
“Selbst wenn du zuhause bist, fühlst du dich nicht mehr sicher. Du musst akzeptieren, dass jederzeit ein Soldat kommen und sagen kann: ‚Verlass dein Haus oder ich töte dich.‘ Wenn du deine Tochter zum Markt schickst, kommt sie vielleicht nicht zurück. Denn wenn du ein junges Mädchen oder eine Frau bist und ein Soldat dich sieht und mag, wird er dich heiraten – ob du zustimmst oder nicht. Oder er tötet dich. Sie haben viele Mädchen mit Gewalt entführt.”
Layla Musa, Krankenpflegerin in Ausbildung aus Khartum
Im Training fällt Layla auf, weil sie besonders begeistert mitmacht, viele Fragen stellt und unbedingt so viel wie möglich lernen möchte. Ihr Traum ist es, später in einer Hilfsorganisation zu arbeiten, um ihre Familie und ihre Mitmenschen zu unterstützen.
Sie sagt:
“Ich wünsche mir, dass alle Menschen auf der Welt etwas dafür tun, Frieden für den Sudan zu schaffen, auf jede erdenkliche Weise. Denn wir leiden wirklich. Wir haben unser Zuhause verloren, unsere Arbeit, und viele Menschen haben keine Familie mehr und nicht einmal das Nötigste zum Leben. Wir brauchen viel Unterstützung. Wir brauchen Frieden.”

Die Hilfe geht weiter
Neben den Nothilfemaßnahmen im medizinischen Bereich unterstützt Malteser International seit Dezember 2025 die Hilfsaktivitäten zweier Partnerorganisation – LM Sudan und Steam – zur Verbesserung der Wasser-, Hygiene- und Sanitärversorgung in den südlichen Bundesstaaten South Kordofan und Blue Nile State.
Hierbei liegt der Fokus auf der Prävention und Behandlung von Cholera, dem Bau von Toiletten zur Verbesserung der sanitären Versorgung, Hygieneschulungen für die Gemeinden sowie der Instandsetzung wichtiger Wasserinfrastrukturen. Diese Maßnahmen sollen das Risiko von Krankheitsausbrüchen verringern und die allgemeinen Gesundheitsbedingungen in diesen Regionen nachhaltig verbessern.
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden für die betroffenen Menschen im Sudan.
Stichwort: Nothilfe Sudan
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
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