Flüchtlinge Südsudan: Vier Jahre nach der Unabhängigkeit
© Johanniter/Studnar

Flucht und Hunger im Südsudan Vier Jahre nach der Unabhängigkeit weist Horst Köhler auf drohende Hungersnot hin

13-07-2015

Schirmherr von Aktion Deutschland Hilft würdigt Nothilfe der Hilfsorganisationen

Vor fast genau vier Jahren wurde der Sudan offiziell geteilt. Es entstand der neue Staat Südsudan mit seiner Hauptstadt Juba – als 54. unabhängiger Staat Afrikas. „Die Menschen im Südsudan haben mit dem 9. Juli 2011 die Hoffnung auf dauerhaften Frieden verknüpft“, sagt Horst Köhler, ehemaliger Bundespräsident und Schirmherr des Bündnisses Aktion Deutschland Hilft. „Sie wurden enttäuscht: Der Bürgerkrieg brachte seit Dezember 2013 unermessliches Leid. Die Gewalt, gerade auch gegen Frauen und Kinder, scheint ein neues Maß an Brutalität erreicht zu haben. Der Konflikt hat bereits Zehntausende Menschen das Leben gekostet. Es droht eine massive Hungersnot. Die schwierige Arbeit der Hilfsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft ist daher unverzichtbar und gar nicht hoch genug einzuschätzen.“

Ausfallende Ernten und steigende Lebensmittelpreise verschärfen die Lage

Der erbittert ausgetragene Bürgerkrieg wirkt sich extrem negativ auf die Landwirtschaft des Südsudan aus. Durch die anhaltenden Konflikte wurden viele Südsudanesen vertrieben und können ihre Felder nicht bewirtschaften. Ernten fallen aus, Lebensmittelpreise steigen. Vor allem für schwangere und stillende Mütter, Alte, Kranke und Kinder ist die Situation lebensbedrohlich: Experten rechnen damit, dass in den Sommermonaten rund 40 Prozent der elf Millionen Einwohner des Landes Hunger leiden müssen. Laut Vereinten Nationen sind 250.000 Kinder vom Hungertod bedroht

Von zentraler Bedeutung sind die Bereiche Nahrung und Gesundheit

Folglich konzentriert sich die Nothilfe der Mitgliedsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft unter anderem auf den Bereich Nahrung. So gibt zum Beispiel Islamic Relief Mais- und Bohnensamen sowie Werkzeug an Bauern aus und hält Pflug-Trainings ab. Auch CARE verteilt landwirtschaftliche Materialien. Nahezu alle der insgesamt neun Bündnismitglieder, die in der Region aktiv sind, verteilen zudem Lebensmittel. Help – Hilfe zur Selbsthilfe und Malteser International engagieren sich zusätzlich im Bereich Brunnenbau.

Von zentraler Bedeutung ist außerdem der Bereich Gesundheit – so sichern etwa die Johanniter und Malteser International die Basisgesundheitsversorgung: durch die Errichtung von Gesundheitszentren und -stationen sowie durch die Ausbildung von Gesundheitshelfern.  

Das Nothilfe-Bündnis Aktion Deutschland Hilft bittet dringend um Spenden für die Menschen im Südsudan und den angrenzenden Ländern.

 

 

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

Spenden-Stichwort: Nothilfe weltweit
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