Ein Helfer der Johanniter behandelt ein Kind.
© Johanniter/Fernando Gutiérrez Juárez

Flucht und Hunger im Südsudan Johanniter versorgen Vertriebene in Wau

12-07-2016

von Johanniter


Die Lage in der südsudanesischen Stadt Wau spitzt sich zu: Aufgrund von Kämpfen zwischen der Regierungsarmee und Rebellengruppen flohen am Wochenende laut Berichten verschiedener Organisationen rund 100.000 Menschen innerhalb der Stadt sowie in angrenzende Regionen.

Die Johanniter unterhalten ein Büro in Wau. Deren Mitarbeiter suchten Schutz auf dem Gelände der Friedensmission der Vereinten Nationen. Hier und in umgrenzenden Stadtteilen versorgen die Johanniter nun die Geflüchteten mit nährstoffreicher Zusatznahrung.

426 Kinder sind auf Unterernährung untersucht worden

„Bereits gestern haben wir 426 Kinder auf Unterernährung untersucht. 70 von ihnen behandelten wir direkt mit therapeutischer Zusatznahrung. 25 der Kinder brauchten weitergehende Hilfe, weshalb sie an die Krankenhäuser befreundeter Hilfsorganisationen verwiesen wurden“, berichtet Johanniter-Landesbüroleiter Mishiki Mamboleo aus dem Südsudan.

Die Johanniter sind seit 2011 im Südsudan aktiv und führen in der Provinz Western Bahr El Ghazal Projekte zur Bekämpfung von Unterernährung durch. Rund 90.000 Patienten hatten die Johanniter in den vergangenen Monaten in den Distrikten Jur River, Wau und Raga County mit therapeutischer Zusatznahrung behandelt. Zur langfristigen Verbesserung der Ernährungssituation werden Gemeinden in der Region bei der Landwirtschaft beraten sowie mit Saatgut und Nutztieren unterstützt. Aufgrund der aktuellen Ausschreitungen mussten die Johanniter ihre laufenden Aktivitäten unterbrechen und konzentrieren nun ihre Hilfe auf die Stadt Wau.

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