550-khor

Flucht und Hunger im Südsudan HelpAge gab dem blinden Khor wieder Hoffnung

03-07-2015

Bevor ich erblindete, war ich Bauer

Ich heiße Khor und vermute, dass ich etwa 70 Jahre alt bin. Ich bin im Verwaltungsbezirk Maiwut geboren und dort auch aufgewachsen. Viel Bildung habe ich nicht erfahren. Bevor ich vor einigen Jahren erblindete, arbeitete ich als Bauer. Durch die Arbeit auf dem Land konnte ich meine Familie ernähren. Doch als der Konflikt im Südsudan ausbrach, waren wir gezwungen, alles zurückzulassen. Jetzt leben wir alle im Tierkedi-Flüchtlingscamp in Gambella in Äthiopien.

Mein Sohn meldete mich zur Operation an

Meine Frau und ich haben fünf Kinder. Vier Jungen und ein Mädchen. Mein jüngstes Kind ist 12 Jahre alt und mein ältestes 22. Ich habe außerdem zwei Enkeltöchter. Mein Sohn war es, der mich hier zur Operation an einem meiner blinden Augen angemeldet hat. Er lebt mit seiner Frau und seinen Kinder in einer anderen Unterkunft. Ich selbst lebe zusammen mit meiner Frau und den restlichen vier Kindern.

Die erneute Flucht hat mir das Herz gebrochen

Seit März 2014 lebe ich in Tierkedi. Meine Familie und ich waren mit die ersten, die im Flüchtlingscamp ankamen. Ich habe schon einmal in einem Camp gewohnt. Das war vor der Unabhängigkeit des Südsudan, bevor ich wieder zurückzog. Doch nun ist erneut Krieg ausgebrochen, und wieder einmal war ich aus Angst um das Wohl meiner Familie dazu gezwungen, zu fliehen. Das hat mir das Herz gebrochen und mich sehr traurig und unglücklich gemacht. Wir sind geflohen, um irgendwo Zuflucht zu finden. Ich bezweifle, dass wir in nächster Zeit nach Maiwut zurückkehren können. Das Leben hier ist nicht wie das Leben Zuhause. Trotzdem sind meine Familie und ich hier glücklich, da wir hier sicher sind. Zudem versorgt uns HelpAge mit Lebensmitteln wie Mais, damit wir nicht hungern müssen.

Ich war ein alter Mann, der alles verloren hat – nun schaue ich positiv in die Zukunft

Vor fünf Jahren erblindete ich auf einem Auge. Es begann mit Kopfschmerzen und einem Gefühl ständiger Schläfrigkeit. Das machte mir Angst. Vor etwa eineinhalb Jahren wurde die Angst, komplett zu erblinden, zu meiner Realität.

Nur durch die von HelpAge durchgeführte Operation an meinem linken Auge, kann ich heute wieder sehen. Ich hatte nie geglaubt, dass das noch einmal geschehen würde. Jetzt kann ich wie früher in den Wald gehen, um Feuerholz zum Verkauf zu sammeln. Ich bin wieder in der Lage, Geld zu verdienen. Ich bin so glücklich! Ich kann wieder sehen!

HelpAge hat mir sehr geholfen; einem alten Mann, der alles verloren hat: mein Zuhause, mein Augenlicht und die Fähigkeit zu arbeiten. Ich bin so glücklich, dass ich wieder sehen kann. Ich fühle mich so, als ob die Menschen, die mir das ermöglicht haben, meine Eltern wären. Ich habe keine Bedenken, was die Zukunft angeht. Danke HelpAge, dass ihr die Ärzte gebracht habt, die mir helfen konnten!

Zukunftswünsche

Ich hoffe, dass meine Kinder und Enkelkinder in Zukunft eine gute Bildung erfahren werden, so dass sie als Beamte arbeiten können, um sich selbst und mich zu unterstützen. Sobald ich wieder gut sehen kann, werde ich sie in diesem Vorhaben unterstützen so gut ich kann.“

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

Spenden-Stichwort: Nothilfe weltweit
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
jetzt online spenden!

© Das Bündnis der Hilfsorgansationen: Spenden für die Flüchtlinge im Südsudan