Angekommen in Bangladesch, berichten die vertriebenen Menschen Helfern unserer Bündnismitglieder von ihren Erlebnissen.
© World Vision/Shabir Hussain

Rohingya Myanmar/BangladeschVertriebene Rohingya in Bangladesch: "Wir hatten keine Wahl"

19-10-2017

von World Vision

"Wir haben unser Land verlassen, um unser Leben zu retten. Wir hatten keine Wahl", sagt Zakir. In seiner Heimat Myanmar (ehemals Birma) arbeitete er als Freiwilliger für World Vision, einer der Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft. Nun ist der 27-Jährige selbst auf Hilfe angewiesen: Nachdem in seiner Heimat Gewalt ausbrach, musste er mit seiner schwangeren Frau und seiner Mutter nach Bangladesch fliehen.

Wie Zakir sind mehr als 500.000 Menschen in den vergangenen Wochen über die Grenze nach Bangladesch geflohen. Viele der Frauen, Männer und Kinder kommen jedoch nicht weit. Ihnen fehlen die Mittel, um die Grenze nach Bangladesch zu überqueren.

Flucht aus Myanmar: Für die schwangere Frau ein Risiko

Nach drei Tagen und drei Nächten erreichte Zakirs Familie Bangladesch. Für seine Frau war die Flucht riskant: "Sie ist im achten Monat schwanger. Während unserer Flucht bettelte ich um Essen für sie", berichtet Zakir. Zur Vorfreude auf die Geburt seines ersten Kindes mischen sich viele Sorgen.

Der junge Mann erzählt: "Zwei meiner Cousins sind in Myanmar getötet worden, ihre Kinder sind nun Waisen. Ungefähr 4000 Menschen aus meinem Heimatdorf leben nun, verteilt auf mehrere Flüchtlingscamps, in Bangladesch", erzählt Zakir. Er schätzt, dass unter ihnen etwa 300 Schwangere sind sowie 2000 Kinder. "Sie alle mussten die Brutalität der Vertreibung erleben."

"Ich bin nirgendwo in Freiheit", sagt Zakir

Die Wasservorräte werden immer knapper. Und die Unterkünfte und die sanitären Anlagen reichen für die hunderttausenden Menschen nicht aus. "Wir überleben nur durch Hilfslieferungen und es gibt keine Möglichkeit, Geld zu verdienen", sagt Zakir. Er wünschte, er könnte sich und seine Familie selbst versorgen. "Doch wie all die anderen Flüchtlinge habe ich keine Wahl. Ich bin nirgendwo Freiheit – weder in meiner Heimat noch hier in Bangladesch."


Den vertriebenen Menschen in Myanmar/Bangladesch fehlt es an allem. Sie brauchen dringend medizinische Hilfe, Notunterkünfte, Lebensmittel und sauberes Trinkwasser.

Aktion Deutschland Hilft – das Bündnis starker deutscher Hilfsorganisationen – ist vor Ort und leistet den Menschen Nothilfe. Gemeinsam, schnell und koordiniert.

Helfen Sie uns, Leben zu retten – jetzt mit Ihrer Spende!

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die Nothilfe in Myanmar und Bangladesch:

Spenden-Stichwort: Rohingya Myanmar Bangladesch
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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