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NahostkonfliktDer schnelle Aufbau der UN-Friedenstruppe auch für Humanitäre Hilfe dringend

16-08-2006

Heribert Scharrenbroich, Vorstandsvorsitzender von CARE Deutschland, fordert „ein klares Mandat, einen raschen Aufbau und einen zügigen Einsatz der UN-Schutztruppe für den Libanon. Gemeinsam mit der libanesischen Armee muss die jetzt bereits im Libanon anwesende UNFIL schnellstmöglich die notwendige Sicherheit herstellen, die die erweiterte UN-Truppe dann langfristig sichern muss.“ Nur so könnten die Hilfsorganisationen dem Süden des Landes „endlich die Hilfe in dem Umfang bringen, die die Menschen dort dringend brauchen. Jede Verzögerung treibt die Menschen noch mehr in die Arme von Extremisten, die aus der humanitären Katastrophe Kapital schlagen wollen.“

Scharrenbroich kritisierte, es sei schon beschämend viel Zeit bei der Einigung im Sicherheitsrat auf die Resolution 1701 vertan worden. Die Kriegsopfer erwarteten, dass man sich „jetzt wenigstens schnell auf Mandat und Zusammensetzung der UN-Friedenstruppe“ einige. Das würde rasche und wirkungsvolle Hilfe in den vom Krieg betroffenen Gebieten Libanons erheblich begünstigen.

„CARE hat bereits in den Bergen oberhalb Beiruts Hilfsgüter an Flüchtlinge in Notunterkünften, in denen die Menschen in menschenunwürdigen Verhältnissen lebten, verteilt“, so Scharrenbroich. CARE Deutschland habe sofort nach Feuereinstellung 40.000 EURO aus Eigenmitteln zur Verfügung gestellt und wolle nicht warten, bis Spenden in größerem Umfange eingingen oder Hilfsgelder der Bundesregierung bewilligt seien. Man hoffe aber auf Hilfen vor allem aus der Bevölkerung für die Kriegsopfer im Libanon: „Ich bitte die deutsche Bevölkerung, angesichts der Katastrophe im Libanon den Hilfsorganisationen zu helfen, damit diese weiter helfen können“, so ein Appell des CARE-Vorsitzenden.

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