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Flut PakistanSpenden Bereitschaft nimmt deutlich zu

20-08-2010

Nach der anfänglichen Zurückhaltung vieler Menschen, die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan finanziell zu unterstützen, konnten die Johanniter in den letzten Tagen einen deutlichen Zuwachs an Spendeneingängen verzeichnen. Binnen einer Woche stieg der Spendenstand von 200.000 auf drei Millionen Euro.

„Mit den zusätzlichen Mitteln können wir unsere Hilfsprojekte für die Flutopfer ausweiten und bereits jetzt mit Planungen für die Phase des Wiederaufbaus beginnen", berichtet Jens Schwalb, der den Einsatz der Johanniter-Auslandshilfe in Pakistan koordiniert. Zusätzliche Helfer werden jetzt auch in die Provinzen Sindh und Punjab entsandt.

Zusätzlich zur intensiven medizinischen Versorgung in den Distrikten Charsadda und Peshawar im Nordwesten des Landes verstärken die Johanniter ihre Hilfsleistungen in der Provinz Barkhan in Belutschistan. Hier werden in den nächsten Tagen Wasserreinigungstabletten, Wasserbehälter, Hygieneartikel, Küchenutensilien, Moskitonetze Schlafmatten, Kocher, Lampen und Kleidung verteilt. Diese Hilfsgüter werden größtenteils mit Mitteln des Auswärtigen Amts finanziert.

Die Johanniter unterstützen gegenwärtig 24 Gesundheitsstationen in den Regionen Kohat und Charsadda sowie in Belutschistan. Sie unterhalten außerdem in Peshawar zwei medizinische Camps. In beiden werden täglich rund 1000 Patienten versorgt. Die meisten leiden an Durchfall, Atemwegs- und Hauterkrankungen sowie Fieber. Gemeinsam mit Helfern der Weltgesundheitsorganisation WHO achten sie besonders auf Anzeichen von Cholera.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe arbeitet bereits seit 2005 in Pakistan, in den von der Flut stark betroffenen Distrikten Charsadda und Peshawar seit 2008. Ihr Schwerpunkt war hier von Anfang an die medizinische Versorgung und der Kampf gegen Mangelernährung. Sie wird als Kooperationspartner geschätzt. Das zahlt sich jetzt aus: „Wir konnten sofort helfen und arbeiten eng mit anderen Hilfsorganisationen, den Vereinten Nationen und lokalen Behörden zusammen", so Schwalb.

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