550-Medical Camp-Mingora

Flut PakistanMalteser verstärken die Hilfe

17-08-2010

Angesichts der weiterhin dramatischen Lage in Pakistan verstärken die Malteser ihre Hilfe im medizinischen Bereich sowie in der Lebensmittelversorgung. „Wir werden bis zu 20 weitere einheimische Kräfte – Krankenschwestern, Hebammen und Ärzte einstellen, um noch mehr Menschen direkt helfen zu können“, so Dr. Jürgen Clemens, Pakistan-Referent der Malteser, der am vergangenen Sonntag nach einem 10-tägigen Einsatz aus Pakistan zurückgekehrt ist. Bis zum Ende der Woche sind dann für die Malteser drei internationale Mitarbeiter und 50 einheimische Kräfte im Einsatz.

Alexander Bühler, Malteser Mitarbeiter aus Hamburg, ist seit gestern im Katastrophengebiet und wird morgen von Islamabad ins Swat-Tal aufbrechen: „Derzeit prüfen wir, ob die lokalen Märkte noch genügend Lebensmittel anbieten, damit wir auch Geld an die notleidenden Menschen ausgeben können und somit eine bedarfsgerechtere Versorgung gewährleisten können.“ Damit folgt Malteser International den guten Erfahrungen und Empfehlungen, die man mit diesem sogenannten „Cash&Voucher-System“ bei vergangenen Katastrophen gemacht hat.

Bühler, der auch in Camps in der Nähe von Nowshera war, in denen sich bis zu 40.000 Menschen, die alles verloren haben, aufhalten, berichtet: „Die Hitze ist unerträglich und die Kinder waschen sich in allem, was irgendwie nach Wasser aussieht und flüssig ist. Weitere Durchfall- und Hauterkrankungen sind da programmiert.“

Ein weiteres Problem ist die nächtliche Kälte in der unwirtlichen Bergregion. Immer mehr Kinder, Alte und Geschwächte müssen wegen einer Lungenentzündung medizinisch behandelt werden.

Insgesamt engagieren sich die Malteser in Pakistan mit einem Projektvolumen von mehr als einer Million Euro in der Nothilfe und im Wiederaufbau. Mit Hilfe des Auswärtigen Amtes leisten sie medizinische Versorgung für die von den Fluten betroffenen Menschen.

Drei Monate lang werden die Teams in drei Gesundheitszentren und in mobilen Kliniken im Swat-Tal Patienten behandeln. Die WHO unterstützt diese Arbeit unter anderem mit Mini Emergency Health Kits.

Für all diese Hilfsmaßnahmen können die Malteser über den bedarfsgerechten und effizienten Einsatz der Gelder Rechenschaft abgeben - dies wird unter anderem durch unabhängige Wirtschaftsprüfer in Deutschland und in Pakistan untersucht und bestätigt und muss zudem den Geldgebern wie der deutschen Bundesregierung detailliert nachgewiesen werden.

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