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Flut PakistanMalteser stärken soziale Infrastruktur in Pakistan

03-09-2010

Die Malteser planen in Pakistan bereits Maßnahmen zum Wiederaufbau in den Regionen Swat-Tal, Kohistan und Punjab. Neben die Nothilfe für verletzte, kranke und von verseuchtem Wasser bedrohte Menschen tritt zunehmend die Planung zum Aufbau der sozialen Infrastruktur.

Die Malteser haben begonnen, im Swat-Tal und im Punjab Chlortabletten zur Reinigung des Wassers an 5.000 Familien auszugegeben. Kurzfristig könnten aber auch 10.000 Familien versorgt werden. Mittelfristig wird bereits über eine bessere Trinkwasser-Versorgung von Krankenhäusern, Schulen und Gesundheitszentren nachgedacht. Ein Distrikt-Krankenhaus hat etwa einen Tagesbedarf an Trinkwasser von 10.000 Litern. Angesichts der großen Gefahr einer Cholera-Infizierung muss genügend Wasser gereinigt werden. Im Moment planen die Malteser, Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen einzusetzen. Absprachen mit anderen Organisationen, unter anderem dem Technischen Hilfswerk (THW), werden dazu bereits geführt.

Die Leiterin des Malteser Erkundungsteams im Swat-Tal, Dr. Beate Scherrer, hat sich in dieser Woche im Swat-Tal ein Bild von der Lage gemacht und wird ihre Vorschläge in der Kölner Zentrale von Malteser International vorstellen. Sie kehrt Montagnacht aus Pakistan zurück.

Viele Bewässerungskanäle im Swat-Tal sind durch die Überschwemmungen zerstört worden. Sie müssen wieder aufgebaut werden, um sowohl die örtliche Trinkwasserversorgung als auch die Bewässerung der Felder für die nächste landwirtschaftliche Saison sicherzustellen. Bei der Erneuerung der Kanalsysteme sollen die Einheimischen zugleich als bezahlte Arbeitskräfte mitwirken. Im Rahmen von „Cash for work“ wird den Menschen damit sowohl ein Einkommen ermöglicht als auch die bewährte Infrastruktur wieder hergestellt.

Für all diese Hilfsmaßnahmen können die Malteser Rechenschaft über den bedarfsgerechten und effizienten Einsatz der Gelder abgeben - dies wird unter anderem durch unabhängige Wirtschaftsprüfer in Deutschland und in Pakistan untersucht und bestätigt und muss zudem den Geldgebern, wie der deutschen Bundesregierung, detailliert nachgewiesen werden.

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