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Flüchtlinge SyrienIn Syrien fehlen Medikamente für Verletzte und Kranke

24-09-2013

Der Krieg in Syrien geht weiter. Täglich werden viele Menschen schwer verletzt und müssen medizinisch versorgt werden. Doch in den Krankenhäusern gibt es kaum Medikamente. Das Tönisvorster Medikamentenhilfswerk action medeor hat bereits 144 Tonnen mit Antibiotika, Medikamente gegen Durchfall, Schmerz- und Narkosemitteln und Verbandsstoffen gepackt.

„Die Hilferufe reißen nicht ab“, sagt Christoph Bonsmann, Vorstand bei medeor. Die Mitarbeiter bei medeor packen inzwischen in Sonderschichten. Allein in der vergangenen Woche wurden sieben Emergency Health Kits auf den Weg gebracht, die jeweils Medikamente und medizinisches Equipment mit einem Gewicht von einer Tonne beinhalten und die medizinische Grundausstattung von provisorischen Krankenstationen für drei Monate decken. Hinzu kam eine große Sendung mit einem Volumen von neun Tonnen mit einem Warenwert von 180.000 Euro. „Die Hilfslieferung geht an ein Krankenhaus in Aleppo“, so Bonsmann. „Damit soll vor allem die Intensivstation für die nächsten drei Monate ausgestattet werden.“

Der Bedarf an Medikamenten und Verbandsstoffen ist riesig. Schon in der kommenden Woche wird eine weitere große Hilfslieferung im Wert von 268.000 Euro für vier Kliniken in Aleppo, Homs, Deir Al-Zor und Tabaqa gepackt. „In diesen vier Kliniken muss alle 70 Sekunden ein Kind medizinisch versorgt werden“, so Bonsmann. „Wenn auch diese Lieferung rausgeht, hat medeor Medikamente mit einem Warenwert von 1,6 Millionen Euro verschickt. Das ist viel, doch es wird noch viel mehr benötigt.“ Die Hilfslieferungen werden je nach Umfang per Flugzeug oder LKW über die Türkei an die syrische Grenze gebracht und dort von Partnern der action medeor, die in engem Kontakt zu den Krankenhäusern und Ärzten stehen, ins Land gebracht und verteilt.

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