Flüchtlinge SyrienZweiter Jahrestag: Bürgerkrieg in Syrien

14-03-2013

Aktion Deutschland Hilft: Hilfe zahlt auf Frieden in Syrien ein
Organisationen helfen auch in von Opposition kontrollierten Gebieten


Für den seit zwei Jahren währenden Bürgerkrieg in Syrien ist kein Ende in Sicht. Aktuell herrscht die Wahrnehmung über viel Streit um Waffenlieferungen vor, aber es gibt wenig Einblicke in das Leben zwischen und hinter den Fronten der Millionen betroffenen Menschen. Die Schutzräume in den Nachbarländern haben vielen das Leben gerettet, sind angesichts des großen Zustroms von Flüchtlingen aber auch krisenanfälliger geworden. „Menschliche Anteilnahme und gebündelte Hilfe sind mehr denn je nötig in dieser komplexen Krise, in der das Leid täglich zunimmt“, erklärt Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft. „Wir sollten uns besser in die Lage der Menschen hineinversetzen, die vor dem Bürgerkrieg ein Leben ähnlich wie wir geführt haben – mit Haus, Wohnung, Auto, Arbeit - die nun nichts mehr haben und wenigstens ihr Leben retten wollen. Einfache Nothilfe wird nicht reichen, wir müssen auch Unterstützung in den Nachbarländern leisten, in denen soziale Spannungen aufgrund der Flüchtlingssituation zunehmen.“ Geld von öffentlichen Gebern fließe allerdings nur kurzfristig und zu unflexibel, um die Hilfsmaßnahmen dem wachsenden Bedarf anzupassen.

Mittlerweile dauert der Bürgerkrieg in Syrien seit zwei Jahren an. Die Bilanz ist erschreckend: Eine Millionen Menschen sind in die Nachbarländer Jodanien, Libanon, Irak, Türkei oder nach Ägypten und Nordafrika geflohen. Über die Hälfte dieser Flüc
Mittlerweile dauert der Bürgerkrieg in Syrien seit zwei Jahren an. Die Bilanz ist erschreckend: Eine Millionen Menschen sind in die Nachbarländer Jodanien, Libanon, Irak, Türkei oder nach Ägypten und Nordafrika geflohen. Über die Hälfte dieser Flüchtlinge sind Kinder. Rund 70.000 Personen sind - seit Beginn des Bürgerkrieges - ums Leben gekommen.

Elf Mitgliedsorganisationen des Bündnisses helfen tausenden Betroffenen des Syrien-Konflikts und beziehen in den Hilfsprogrammen zunehmend auch die Gastgemeinden ein, um soziale Spannungen abzubauen. Ein Projekt zur Trinkwasserversorgung nützt beispielsweise sowohl den Flüchtlingen als auch den Bewohnern im Nord-Libanon. Hilfe direkt nach Syrien zu bringen ist nach wie vor sehr schwierig, zumal auch Krankenhäuser, Schulen und Versorgungsbetriebe nicht von Angriffen verschont werden. Dennoch bemühen sich die Organisationen um Zugänge zu Notleidenden. So berichtet Sven Seifert von arche noVa, der kürzlich selbst in Aleppo war: „Brot ist nur sehr schwer erhältlich, weil es kaum Mehl gibt und die Bäckereien, die teilweise gezielt bombardiert werden, nicht mehr mit Energie versorgt werden.“

Neben der dringenden Deckung des Bedarfs an Alltäglichem wie Nahrungsmitteln, Wohnraum und medizinischer Hilfe müssen auch die langfristigen Folgen des Konflikts bedacht und bekämpft werden: „Unsere Ärzte in Syrien schildern, dass die junge Generation, die einst zur Bildungselite gehörte und Hoffnungsträger für eine demokratische Entwicklung des Landes war, seit nunmehr zwei Jahren ihre Bücher gegen Waffen eingetauscht hat. Die jungen Syrer fühlen sich allein gelassen. Radikale Ideologien stoßen hier auf einen idealen Nährboden für diese verlorene Generation“, berichtet Sabrina Johanniemann vom Hammer Forum.

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