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Flüchtlinge SyrienJordanien: „Flüchtlinge leben von der Hand in den Mund“

11-02-2015

Help versorgt syrische Flüchtlingsfamilien und Gastgemeinden in den harten Wintermonaten

Längst hat der Syrien-Konflikt auch Auswirkungen auf das Nachbarland Jordanien, das mittlerweile weit über eine Million Vertriebene aus Syrien beherbergt. Gerade in den Wintermonaten spitzt sich die humanitäre Lage der syrischen Flüchtlingsfamilien zu. Nur rund 20 Prozent der Vertriebenen leben in großen Flüchtlingslagern wie Zaatari oder Azraq. „Der überwiegende Teil lebt in einfachen Zelten oder Notunterkünften, die bei Nachtfrösten kaum Schutz vor der Kälte bieten. Zudem leben in den Wintermonaten viele von der Hand in den Mund, weil es für sie keine Arbeitsmöglichkeiten in der Landwirtschaft gibt“, erklärt Eberhard Wissinger, Help-Projektkoordinator für den Östlichen Mittelmeerraum.

Um die humanitäre Lage der Menschen in den Wintermonaten zu verbessern, unterstützt Help – Hilfe zur Selbsthilfe die Flüchtlinge und deren Gastgemeinden in Jordanien gleichermaßen. In den Bezirken Zarqa, Mafraq, Azraq, Amman und Madaba versorgt Help die Menschen mit Nahrungsmittel-Paketen sowie frischen Lebensmitteln wie Hühnerfleisch und Brot. Als zusätzlichen Schutz vor der Kälte verteilt Help Decken und Winterkleidung an die Familien sowie Spielzeug für die Kinder.

Kein Ende der Flüchtlingskrise absehbar

Spätestens seit der Ermordung einer jordanischen Geisel durch die Terrormiliz „Islamischer Staat“ scheint Jordanien nun zusehends auch in den Konflikt im Nordirak involviert. Die Perspektive für das ohnehin wirtschaftlich schwache Land ist düster: „Zum einen steigt auch in Jordanien das Risiko terroristischer Anschläge, seit man der internationalen Militärallianz beigetreten ist. Zum anderen zeichnet sich keine Lösung der Konflikte in Syrien und im Nordirak ab und damit verbunden, keine Hoffnung auf Rückkehr der Flüchtlinge in absehbarer Zeit“, schildert Eberhard Wissinger weiter.

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