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Flüchtlinge SyrienWorld Vision: "Internationale Gemeinschaft hat im Syrien-Konflikt bisher versagt!"

29-08-2013

Friedens-Offensive für Kinder dringend nötig

Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision sieht im Syrien-Konflikt und der derzeitigen Zuspitzung der Lage auch die Internationale Gemeinschaft in der Verantwortung. "Die am Konflikt beteiligten Parteien und die Internationale Gemeinschaft haben bisher versagt und es nicht geschafft, alle Parteien an einen Tisch zu bringen, um eine friedliche Lösung herbei zu führen", so Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland. "Bereits im Juni sollte in Genf eine Friedenskonferenz abgehalten werden. Seit mehr als zwei Jahren fordern wir, dass dieser Krieg gestoppt werden muss. Kriegerische Auseinandersetzungen sind für eine zivilisierte Gesellschaft keine Option und die derzeitige Situation kann für die gesamte Region gefährliche Auswirkungen haben. Wir fordern eine sofortige Friedens-Offensive für syrische Kinder."

Ekkehard Forberg, Friedensexperte bei World Vision betont: "Dieser Krieg hat in übelster Form die Menschenrechte und andere internationale Verpflichtungen verletzt. Für Kinder ist es das schlimmste, dass die Kämpfe weiter zunehmen. Durch die Eskalation und Angriffsszenarien, die derzeit diskutiert werden, ist mit einer Verschärfung der Situation zu rechnen."

World Vision appelliert daher zum wiederholten Male an alle Akteure, sich der Teilnahme an einer Friedenskonferenz nicht länger zu verweigern. Alle Parteien müssen sich nun ihrer Verantwortung stellen und eine diplomatische, humanitäre und friedliche Lösung verhandeln. Die Vereinten Nationen sollten schnellstens einen konkreten Termin benennen. Auch die G20-Führer sollten ihren Einfluss geltend machen, damit es zu einer friedlichen Lösung in Syrien kommt.

World Vision macht erneut auch auf die dramatische Lage der Flüchtlinge und insbesondere der Kinder aufmerksam. Tausende Kinder wurden durch den Krieg inzwischen getötet, unzählige verletzt, vertrieben und schwer traumatisiert. Durch die Eskalation der Gewalt gibt es vermehrt Flüchtlingsströme in die Nachbarländer. Diese sind schon jetzt nicht mehr in der Lage, die Menschen zu versorgen. In einigen Gegenden und Flüchtlingslagern herrschen katastrophale Zustände. Daher wird dringend mehr Hilfe benötigt. Zugesagte Mittel müssen schnell ausgezahlt werden!

World Vision leistet seit Beginn der Krise humanitäre Hilfe für syrische Flüchtlinge und ist in Syrien, Libanon und Jordanien mit umfangreichen Hilfsmaßnahmen tätig. In Syrien unterstützt World Vision mit einer kleinen Klinik die medizinische Versorgung von Flüchtlingen und verbessert in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt die Wasserversorgung von 10.000 Haushalten. In Jordanien wird an einem neuen Flüchtlingslager für 130.000 Menschen gearbeitet. Gleichzeitig unterstützt World Vision Familien mit Kindern durch Lebensmittel, Windeln für Babies, Förderklassen für Schulkinder und ein Wasserprojekt, von dem auch Gastgemeinden profitieren.

In Anlehnung an den amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King, an dessen Träume in diesen Tagen erinnert wird, betont Waffenschmidt: "Wir haben einen Traum, dass es eines Tages eine Welt ohne Kriege gibt. Wir haben einen Traum, dass die Menschen irgendwann ihre Konflikte auf friedliche Weise lösen können. Wir haben einen Traum, dass eines Tages alle Kinder ihre Vision für ein erfülltes Leben umsetzen können. Wann wird die Welt sagen - es ist genug?"

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die Flüchtlinge Syrien / Nahost:

Spenden-Stichwort: Flüchtlinge Syrien / Nahost
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