von Aktion Deutschland Hilft/Malteser International
Weltweit steht weniger Geld für humanitäre Hilfe zur Verfügung: 2025 gingen laut der OECD die internationalen Mittel um ein Viertel zurück. Auch Deutschland hat stark gekürzt.
Wenige Kliniken für medizinische Hilfe
Das trifft Menschen in Not direkt – zum Beispiel in Syrien, wo noch immer Millionen Geflüchtete in provisorischen Camps wohnen. Die medizinische Hilfe für viele Familien hängt an wenigen Kliniken.
Malteser International betreibt einige davon – noch. Nach dem Ende des Bürgerkriegs brauchen Menschen in ganz Syrien Unterstützung. Viele sind krank, verletzt oder traumatisiert; Medikamente und Operationen sind oft unbezahlbar.
Schließung von Kliniken
Doch die Gelder von staatlichen und privaten Gebern sind nicht im gleichen Maß gestiegen wie der Hilfsbedarf. Gleichzeitig sind die Projektkosten durch höhere Öl- und Gaspreise gewachsen.
2025 betrieb Malteser International gemeinsam mit syrischen Partnerorganisationen noch 17 Gesundheitsstationen und Kliniken in Idleb und Aleppo; weitere neun Einrichtungen erhielten gezielte Unterstützung wie Material und Medikamente. So wurden 2025 mehr als eine halbe Million ärztliche Behandlungen möglich gemacht und über 330.000 notleidende Menschen bekamen medizinische Hilfe – zwei Drittel davon waren Vertriebene.
Ali Aburras, Landesdirektor von Malteser International in Syrien, sagt: “Bis zur Jahresmitte werden wir jedoch gezwungen sein, schrittweise alle 17 Einrichtungen zu schließen.” Elf schlossen ihre Türen bereits – darunter eine Kinderklinik, eine Krebsstation und ein Frauenkrankenhaus.
“Wir brauchen zuverlässige Unterstützung”
Die von der Bündnisorganisation unterstützten Kliniken und Zentren gehören zu den wenigen, die in Nordwestsyrien noch verlässlich arbeiten. Für viele Patient:innen sind sie die einzigen erreichbaren Anlaufstellen. Nach der Schließung gehen sie an lokale Behörden über – ob und wie sie weiterlaufen können, ist angesichts des angeschlagenen syrischen Gesundheitssystems unklar. Rund 700.000 Menschen in der Region verlieren somit nach derzeitigem Stand sehr bald den sicheren Zugang zu medizinischer Versorgung.
“Wir tun innerhalb der Organisation alles, um Kosten zu reduzieren und handlungsfähig zu bleiben. Doch um weiterhin lebenswichtige Hilfe leisten zu können, brauchen wir zuverlässige Unterstützung.”
Clemens Graf von Mirbach-Harff, Generalsekretär von Malteser International
Jede zusätzliche Finanzierung hilft Malteser International, Personal, Medikamente und den Betrieb der Einrichtungen zu sichern – damit vertriebene Familien, Rückkehrende, Geflüchtete aus dem Libanon und andere Menschen in Not in Syrien auch morgen noch behandelt werden können.
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die Nothilfe in Syrien:
Stichwort: Nothilfe Syrien
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
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