von Aktion Deutschland Hilft
Die Serie der Nachbeben reißt nicht ab. Helfer:innen aus dem Bündnis Aktion Deutschland Hilft berichten, dass die Menschen in Myanmar auch fast drei Wochen, nachdem die Erde zum ersten Mal gebebt hat, nicht zur Ruhe kommen.
Soforthilfe wird ausgeweitet
Viele Betroffene schlafen weiterhin unter freiem Himmel. Nach Wochen der Angst und Trauer sind viele emotional erschöpft. Psychosoziale Hilfen sind daher ein zentraler Fokus der Arbeit von Bündnisorganisationen und ihren Partnern vor Ort.
Trotz der großen seelischen Belastungen und anhaltenden Unsicherheiten aufgrund von Nachbeben unterstützen Helfende aus dem Bündnis gemeinsam mit ihren lokalen Partner:innen die betroffenen Menschen weiter mit Soforthilfe. Auch dank Spendengeldern aus Deutschland können zum Beispiel Lebensmittel- oder Trinkwasserverteilungen kontinuierlich ausgeweitet werden.
Kinder im Fokus
Die Kinderhilfsorganisation World Vision hat in der Region Mandalay ein Betreuungszentrum für Kinder eingerichtet. "In diesem Zentrum können sich Kinder von den schrecklichen Erlebnissen erholen und so einen normalen Alltag erfahren", erklärt Marie-Theres Wohlfahrt, Referentin für humanitäre Hilfe bei World Vision. "Die Kinder können dort malen, basteln, spielen, für die Schule lernen und sie werden, wenn nötig, auch psychosozial betreut."
Sorge vor Malaria und Durchfallerkrankungen
Die Johanniter haben mit einem medizinischen Team die Arbeit in mobilen Kliniken in den Townships von Mandalay aufgenommen. Bereits in den ersten Tagen konnten täglich über hundert Menschen mit Verletzungen behandelt werden.
"Das medizinische Team ist zudem auf mögliche vermehrte Fälle wie Malaria oder Durchfallerkrankungen vorbereitet, die durch starke Regenfälle auftreten können.", sagt Anette Müller, Johanniter-Regionalbüroleiterin Südostasien. Weitere Organisationen wie Malteser International und CARE sind mit mobilen Teams unterwegs, um eine medizinische Basisversorgung für die Menschen sicherzustellen.
Hilfe auch in entlegenen Regionen und Dörfern möglich
Viele Dörfer außerhalb der großen Städte sind durch verschüttete Straßen oder eingestürzte Häuser weiterhin schwer zu erreichen. Durch die starken lokalen Netzwerke der Bündnisorganisationen können mit lokalen Helfenden Hilfsgüter zunehmend aber auch in diesen abgelegenen Regionen an Menschen verteilt werden.
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden für die vom Erdbeben betroffenen Menschen in Myanmar.
Stichwort: Erdbeben Myanmar
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX