von Aktion Deutschland Hilft
Nach dem Ausbruch des seltenen Bundibugyo-Stamms des Ebola-Virus im Nordosten der DR Kongo sind Hilfsorganisationen im Bündnis Aktion Deutschland Hilft im Einsatz, um erkrankte Personen zu behandeln und Hygienemaßnahmen zur Prävention zu verstärken.
“Der rasante Anstieg der Infektionen in der DR Kongo ist sehr besorgniserregend. Erschwert wird eine Hilfe aktuell durch fortgeführte Kämpfe in der stark betroffenen Provinz Ituri und anhaltende Fluchtbewegungen, die eine rasche Ausbreitung zusätzlich befeuern könnten. Es benötigt nun sofortiges Handeln, um eine weitere Ausbreitung in der betroffenen Region einzudämmen.”
Maria Rüther, Hauptgeschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft
Frühes Handeln und Prävention sind nun entscheidend
Seit dem Ausbruch sind inzwischen bereits Hunderte Ebola-Fälle und Dutzende Tote registriert worden. Da es sich um einen seltenen Stamm des Virus handelt, gibt es derzeit keinen effektiven Impfstoff.
Daher stehen nun die akute Behandlung von Erkrankten und eine Vorbeugung durch verstärkte Hygienemaßnahmen an vorderster Stelle.
“Um eine weitere Ausbreitung einzudämmen, unterstützt Help Präventionsmaßnahmen in Gesundheitseinrichtungen, Krankenhäusern und Vertriebenencamps, etwa durch die Herstellung und Verteilung von Flüssigchlor zur Desinfektion sowie Schulungen für Gesundheits- und Gemeindepersonal. Doch die Bedarfe übersteigen unsere Kapazitäten bei Weitem.”
Christoph van Edig, Programm-Manager bei Help - Hilfe zur Selbsthilfe
Akute Nothilfe für bis zu eine Million Menschen
CARE mobilisiert in enger Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie Partnerorganisationen akute Nothilfe für bis eine Million Menschen. Vorrang haben Gemeinden in Übertragungs-Hotspots, darunter Gesundheitspersonal, Vertriebene und mobile Bevölkerungsgruppen sowie gefährdete Gruppen wie Frauen und Mädchen.
Das Medikamentenhilfswerk action medeor prüft derzeit, über welchen Weg medizinische Schutzausrüstung wie Masken, Handschuhe und Schürzen beschafft und vor Ort verteilt werden können.
Nachbarländer bereiten sich auf Ausweitung der Epidemie vor
Durch grenzüberschreitenden Verkehr sowie anhaltende Fluchtbewegungen besteht auch für benachbarte Länder wie Uganda die Gefahr einer weiteren Ausbreitung des Virus. Nachdem es in den vergangenen Tagen den ersten Ebola-Toten in Uganda gab, prüft Malteser International weitere Maßnahmen an der Grenze zwischen Uganda und der DR Kongo.
Das Länderbüro von CARE in Uganda ist bereit, die gemeinschaftsbasierte Unterstützung auszuweiten, sofern dies von der Regierung oder Partnern angefordert wird und zusätzliche Finanzmittel zur Verfügung stehen. Zudem achtet CARE auf einen erhöhten Schutz der eigenen Mitarbeitenden, um Gefahren für medizinisches Personal und die Bevölkerung zu minimieren.
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden für die von der Ebola betroffenen Menschen.
Stichwort: Ebola Zentralafrika
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX






