Sars-CoV-2/COVID-19"Corona trifft Menschen auf der Flucht besonders hart"

18-06-2020

von Malteser International

"Die Corona-Pandemie trifft Menschen auf der Flucht besonders hart: Abstand halten, regelmäßig Hände waschen, sanitäre Einrichtungen nutzen – all das können sie meist nicht", sagt Ingo Radtke, Generalsekretär von Malteser International. Fast 80 Millionen Menschen leben derzeit unter zumeist prekären Lebensbedingungen auf der Flucht. Flüchtlinge sind den Auswirkungen der Corona-Krise stärker ausgeliefert als andere.

Flüchtlinge leben meist unter prekären Bedingungen

Radtke weiter: "Dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Die Flüchtlinge leben in Notunterkünften, Zelten und leerstehenden Gebäuden, sanitäre und medizinische Einrichtungen sind Mangelware. Sie haben in den meisten Fällen während des weltweiten Lockdowns ihre Einkommensmöglichkeiten verloren und nun sind seit Monaten die meisten Grenzen dicht. Nachbarländer können den Flüchtlingen also derzeit keinen Schutz mehr bieten. Diese Menschen benötigen während der Corona-Pandemie unsere besondere Unterstützung. Dafür sind wir auf Hilfe durch Spenden angewiesen."

Malteser International leistet weltweit Corona-Nothilfe

Drei Beispiele, wie Malteser International in den größten Flüchtlingskrisen während der Corona-Pandemie hilft:

  • Bangladesch: Im größten Flüchtlingscamp der Erde, in dem rund 860.000 Menschen leben, unterstützt Malteser International drei Gesundheitseinrichtungen. Ärzte, Krankenschwester, Hebammen und Psychologen versorgen sowohl geflüchtete Menschen als auch die lokale Bevölkerung. Im Rahmen der Corona-Pandemie wurde die Isolation von Verdachtsfällen verbessert, Triage-Systeme für einen Verlauf mit vielen Patienten eingerichtet und Mitarbeiter in der Prävention und Eindämmung von Infektionen geschult.
  • Kolumbien: In Kolumbien haben 1,6 Millionen Venezolaner Zuflucht gefunden. In La Guajira schult Malteser International medizinisches Personal und jugendliche Multiplikatoren in Präventionsmaßnahmen gegen das Virus. Die medizinischen Einsätze werden in entlegene Regionen ausgeweitet und Hygienekits verteilt. Zudem wurden an 1.000 venezolanische Flüchtlinge und Migranten Nahrungsmittel-Notfallpakete ausgegeben. An den Grenzen unterstützt Malteser International die Gesundheitsbehörden bei medizinischen Kontrolluntersuchungen.
  • Syrien: Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen stärkt Malteser International die Krankenhäuser und Gesundheitsstationen in der Region Idlib, wo rund 2 Millionen intern Vertriebene Schutz vor dem Krieg suchen. Außerdem verteilen die Partnerorganisationen Wasser und Hygieneartikel.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden, um in weltweiten Hilfsprojekten des Bündnisses die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ausweiten zu können:

Spenden-Stichwort: Corona-Nothilfe weltweit
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden