KatastrophenvorsorgeÄthiopien: Sicheres Wasser in Trockenzeiten

25-03-2021

von arche noVa/Aktion Deutschland Hilft

In der äthiopischen Somali-Region wechseln sich Trocken- und Regenzeiten für gewöhnlich stetig ab und sind für die Bevölkerung über Generationen hinweg einschätzbar gewesen. Der menschengemachte Klimawandel hat diesen Zyklus jedoch spürbar verändert. Die Menschen in der Region haben nicht mehr nur mit unregelmäßigen Trockenzeiten zu kämpfen, sie warten immer öfter vergeblich auf den erlösenden Regen.

Somali-Region: Wassermangel gefährdet Menschen und Tiere

Während der letzten großen Dürreperiode verdursteten etliche ihrer Nutztiere. Viele Familien mussten dabei zusehen, wie ihr Weideland vertrocknete und unbrauchbar wurde – Auswirkungen, von denen man sich nicht so einfach erholt.

Da Regen die einzige Wasserquelle für die Einwohner der flusslosen Somali-Region ist, versuchen sie das kostbare Regenwasser in selbstgegrabenen Erdlöchern zu speichern. "Die Somali trinken aus diesen offenen Wasserlöchern und tränken dort auch ihr Vieh. Sie wissen, dass das verunreinigte Wasser sie auf Dauer krank macht, aber eine andere Möglichkeit zu überleben, sehen sie nicht", berichtet Yvonne Stephan, Projektreferentin für Ostafrika bei arche noVa.


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arche noVa unterstützt beim Bau von geschützten Wasserspeichern

Wasser zu speichern und für die nächste Dürre vorzusorgen, ist an sich eine gute Idee. Und die 1.000 Einwohner große Gemeinde in Kalefo ist darin auch erprobt. Was ihnen fehlt, ist Unterstützung bei der richtigen Umsetzung des Vorhabens, damit die Wasserquelle dauerhaft sauber und trinkbar bleibt.

Genau das haben die Helferinnen und Helfer von arche noVa geplant: Gemeinsam mit den Einwohnern bauen sie zwei fundamentierte und speziell überdachte Wasserspeicher. So kann das Regenwasser nicht verdunsten und ist vor Verunreinigung und Algenbildung geschützt. Auch Moskitos haben kaum Gelegenheit, zu brüten. Mit Handpumpen können die Einwohner das Wasser aus den Becken befördern.

Mit Vorsorgemaßnahmen den Krisenfall verhindern

Im Anschluss an den Bau werden jeweils ein lokales Wassermanagement-Komitee sowie ein Katastrophen-Komitee gegründet. Helferinnen und Helfer schulen die teilnehmenden Einwohner für ihre zukünftigen Aufgaben: Die Gemeinde mit Know-how und Krisenplänen zu unterstürzen, wenn die nächste Dürre kommt. In den Trainings erfahren sie auch, wie man die Wasserspeicher richtig betreibt und wartet.

Doch eine ihrer wichtigsten Aufgaben wird es sein, einen Notfallfonds in der Gemeinde einzurichten und zu verwalten. Dieser soll im schlimmsten Krisenfall der Gemeinde die Möglichkeit geben, einen Wassertransport zum Wasserspeicher zu bezahlen, um diesen wieder aufzufüllen, wenn der Regen ausbleibt.

Lebensnotwendiges Projekt braucht weiterhin Unterstützung

Seit der Initialfinanzierung des Projekts ist einiges passiert: Die Gruben für die beiden Wasserspeicher wurden ausgehoben. Die hierfür nötigen Maschinen zu bekommen und nach Kalefo zu bringen, war alles andere als leicht, doch arche noVa und ihr lokaler Partner haben es geschafft. Im nächsten Schritt soll das Fundament gegossen, die Außenwände verputzt und dann das Dach angebracht werden.

"Unser Ziel ist, dass die Speicher bis zur nächsten Regenzeit im April fertig sind, damit den Menschen schnell das überlebenswichtige Wasser zur Verfügung steht", betont Yvonne Stephan. Es fehlen noch 40.000 Euro, um alle geplanten Vorsorgebausteine des Projekts in Äthiopien zu realisieren.


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