Ein Gruppenbild der Teilnehmer des Workshops bei der KPMG.
© CSRhumanitär/Fiumu

Initiative #CSRhumanitärWorkshop: Die Kraft der Partnerschaft - Unternehmerisches Engagement in der Humanitären Hilfe

20-12-2017

Am 22. November 2017 lud die Initiative #CSRhumanitär des Auswärtigen Amtes Vertreter aus Unternehmen und Hilfsorganisationen in die Niederlassung von KPMG nach Stuttgart ein. Der Workshop „Die Kraft der Partnerschaft – Unternehmerisches Engagement in der Humanitären Hilfe“ stand im Zeichen des gemeinsamen Lernens und informierte über den Mehrwert von Corporate Responsibility in der Not- und Katastrophenhilfe. Neben Vertretern mehrerer DAX 30-Unternehmen und führenden Mittelständlern waren das Referat für multilaterale Hilfe des Auswärtigen Amtes und zahlreiche CSR-Verantwortliche renommierter Hilfsorganisationen anwesend.

Über die Kraft der Partnerschaft

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Ulrich Ackermann, Regionalvorstand Südwest KPMG AG, die 50 Teilnehmer in den Räumen der Stuttgarter Niederlassung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. KPMG engagiert sich seit mehreren Jahren für den Aufbau effektiver sektorübergreifender Partnerschaften. Dies erläuterte auch Dr. Steffi Gentner von KPMG in ihrer Keynote „Unlocking the Power of Partnership“, in der sie unterschiedliche Kooperationsformen vorstellte und über deren Aufbau informierte.

Anschließend gab Dr. Thomas Henzschel (Referat für multilaterale Gestaltung der Humanitären Hilfe im Auswärtigen Amt) eine thematische Einführung über die Aufgaben und Herausforderungen der Bundesregierung im Bereich der Not- und Katastrophenhilfe. Er verwies insbesondere auf den steigenden humanitären Bedarf und die damit verbundene wachsende Bedeutung des Privatsektors für das humanitäre Hilfesystem. Ergänzt wurde sein Vortrag durch Marion Michels, Projektleiterin der Initiative #CSRhumanitär, die einen Rückblick über die letzten Formate gab und über die aktuelle Entwicklung eines Werteleitfadens für unternehmerisches Engagement in der Humanitären Hilfe informierte.

Praxisbeispiele: Unternehmen in der Humanitären Hilfe

Wie wertvoll die Zusammenarbeit von Unternehmen und humanitären Akteuren im Ernstfall ist, erfuhren die Teilnehmer anhand eines Praxisbeispiels aus der humanitären Logistik. Götz Wendenburg, Leiter der Frankfurter Niederlassung der KÜHNE+NAGEL AG, gab zusammen mit Oliver Pitsch von Aktion Deutschland Hilft Einblick in die Kooperation des Logistik-Unternehmens mit dem Hilfsbündnis. So unterstützte KÜHNE+NAGEL im Mai 2015 nach dem Erdbeben in Nepal einen Hilfsgüterflug, um 30 Tonnen dringend benötigter Hilfsgüter, darunter Medikamente, Zelte und Wasseraufbereitungsanlagen, in das Katastrophengebiet zu bringen. Der Hilfsflug war eine erfolgreiche Bewährungsprobe für die humanitären Logistikprozesse, die man gemeinsam für den Katastrophenfall mit Aktion Deutschland Hilft entwickelt hatte. Als langjähriger Partner des Bündnisses engagiert sich KÜHNE+NAGEL außerdem im Rahmen von Trainings für humanitäre Helfer und führt Schulungen zu Themen wie Zoll und Einfuhr, Lieferketten oder Gefahrgut-Transporten durch. Ein gutes Beispiel dafür, wie wertvoll insbesondere der Bereich des Wissenstransfers für die Zusammenarbeit des Privatsektors mit der Humanitären Hilfe ist.

Einen weiteren vorausschauenden Ansatz stellte Conradin von Nicolai, CSR-Verantwortlicher beim Deutschen Roten Kreuz, gemeinsam mit Gerhard Mair von der OSRAM AG vor. Im Rahmen des so genannten Forecast-based Financing stellt das Unternehmen Geld und Hilfsmittel bereits im Vorfeld einer Katastrophe zur Verfügung, um die verheerenden Folgen von Stürmen, Überschwemmungen oder Dürren zu mindern.

Übungen: Mein Mehrwert als Partner in der Humanitären Hilfe

In Praxisübungen befassten sich die Teilnehmer aus Unternehmen und NGO mit ihrem „Profil“ und „Mehrwert“ als Partner in der Humanitären Hilfe. Unterstützt wurden die Übungen durch „UPJ – Netzwerk für Corporate Citizenship und CSR“.

Die Wirtschaft als Partner in der Humanitären Hilfe

Neben dem Wissenstransfer förderte die Veranstaltung die Vernetzung sowie das Verständnis zwischen Hilfsorganisationen und Unternehmen, um gemeinsame Potenziale für neue Wege der Zusammenarbeit entlang des Kerngeschäfts zu wecken.

Der Workshop fand im Rahmen der Initiative #CSRhumanitär statt, die durch das Auswärtige Amt und Aktion Deutschland Hilft e.V. getragen wird. Das Hilfsbündnis ist mit der Konzeption sowie Durchführung der Initiative betraut. Mehr Informationen über die Initiative finden Sie auf den Webseiten des Auswärtigen Amtes oder online bei Aktion Deutschland Hilft.

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