Auf dem Business Dialog des CSRhumanitär gab es ein Gruppenbild.

Initiative #CSRhumanitärBusiness Dialog Auswärtiges Amt Berlin

24-02-2016

Am 17. Februar 2016 lud die Initiative #CSRhumanitär zur zweiten Dialogrunde ins Auswärtige Amt nach Berlin ein. Rund 90 Vertreter von führenden Unternehmen, Ministerien, den Vereinten Nationen, humanitären Hilfsorganisationen und anderen zivilgesellschaftlichen Institutionen folgten der Einladung, um gemeinsam neue Ansätze für die Zusammenarbeit zu entwickeln.

Weltweit wachsender humanitärer Bedarf


© #CSRhumanitär/ich.tv

Christoph Strässer MdB betonte in seiner Begrüßungsrede: „Die weltweiten humanitären Krisen zeigen, dass sowohl Regierungen, Nichtregierungsorganisationen, aber auch der Privatsektor globale Verantwortung übernehmen müssen. Knowhow und Ressourcen müssen zusammengebracht und wirksam eingesetzt werden. Um die Wirkung und Effizienz von humanitären Hilfsmaßnahmen zu optimieren, sind innovative Konzepte und Partnerschaften gefragt. Gegenseitiges Vertrauen schaffen, eine gemeinsame Sprache finden und Partnerschaften zwischen Unternehmen und humanitären Akteuren zu ermutigen, ist das Ziel der Initiative #CSR humanitär.“

Wade Hoxtell, Geschäftsführer des Global Public Policy Institute in Berlin, führte in das Thema ein und gab in seinem Kurzimpuls einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Bereich unternehmerisches Engagement in der Humanitären Hilfe.

Best-practice Deutsche Telekom: Engagement in der Flüchtlingshilfe

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Wie Unternehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung konkret wahrnehmen, verdeutlichte der Best-Practice-Vortrag über das Engagement der Deutschen Telekom in der Flüchtlingshilfe. Birgit Klesper, Senior Vice President Transformational Change & Corporate Responsibility bei der Deutschen Telekom, stellte vielfältige Hilfsangebote entlang des Kerngeschäfts des Unternehmens vor: über die Installation von Prepaidkarten und WLAN-Anlagen in Notunterkünften, Bereitstellung von Praktika und Stipendien für Flüchtlinge, die Freistellung von Beamten der Telekom für die Mitarbeit im BAMF bis hin zu Mitarbeiteraktionen. Zusätzlich engagiert sich der Konzern über die deutschen Landesgrenzen hinaus mit seinen Ländergesellschaften in Österreich, Ungarn und der Tschechischen Republik. Birgit Klesper betonte ferner in Ihrem Vortrag, wie wichtig der Dialog zwischen Wirtschaft und humanitären Akteuren sei, auch um die Wirksamkeit der Hilfe gewährleisten zu können.

UN OCHA unterstützt #CSRhumanitär

Im anschließenden Kurzimpuls von Marcy Vigoda (UN OCHA Chief of Partnerships and Resource Mobilization Branch) erhielten die Teilnehmer einen Einblick in bereits bestehende Partnerschaften auf UN-Ebene, wie jene mit DHL (GO-Help-Teams). Zusätzlich berichtet Marcy Vigoda über den World Humanitarian Summit, eine Initiative von UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon, die sich unter anderem auch dem Thema Wirtschaft und Humanitäre Hilfe widmet.

Die Wirtschaft als wertvoller Partner der Humanitären Hilfe

Am Nachmittag wurde der Diskurs in kleineren Workshop-Formaten fortgesetzt. Aufbauend auf den Zwischenergebnissen der Startveranstaltung in Frankfurt widmeten sich die Teilnehmer unter anderem Fragen der Koordination und Bedarfsanalyse, um ihre Zusammenarbeit im Einsatzfall effizienter zu gestalten.

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Der erfolgreiche Austausch zwischen Wirtschaft und humanitären Akteuren soll in den kommenden Monaten fortgesetzt werden, um konkrete Schritte und Handreichungen für strategische Partnerschaften zu finden.

Manuela Roßbach, Geschäftsführerin des Nothilfebündnisses Aktion Deutschland Hilft, das mit der Organisation der Initiative #CSRhumanitär betraut wurde, betonte zum Abschluss der Veranstaltung: „Wir werden in engem Austausch mit dem Auswärtigen Amt die nächsten Schritte planen und im Dialog mit der Wirtschaft die Zusammenarbeit vorantreiben.“

Dialog auf Augenhöhe

Die Initiative #CSRhumanitär wurde vom Auswärtigen Amt gegründet, um den Austausch zwischen der Wirtschaft und humanitären Akteuren zu fördern. Die große Resonanz und Unterstützung der Initiative durch zahlreiche hochkarätige Großunternehmen sowie führender Mittelständler unterstreicht die hohe Bereitschaft und den Willen der Wirtschaft sich verantwortungsvoll zu engagieren. #CSRhumanitär versteht sich dabei als Teil des globalen Dialogprozesses rund um den „World Humanitarian Summit“ der Vereinten Nationen.

Die Auswertung des Business Dialogs sowie die Ergebnisse einer Befragung unter den Teilnehmern mittels eines Impulsfragebogens können Sie hier herunterladen (pdf-Datei, 4MB).

Klicken Sie hier um die Pressemitteilung des Auswärtigen Amtes zum Business Dialog zu lesen.

Nächste Station der Initiative #CSRhumanitär ist die UPJ-Jahrestagung am 3. März 2016 im Roten im Roten Rathaus Berlin.