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Unruhen in Libyen, Tunesien und ÄgyptenAktion Deutschland Hilft erinnert an Millionen Flüchtlinge weltweit

17-06-2011

Situation von Flüchtlingen in Libyen und Elfenbeinküste weiterhin bedenklich

Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni betont Aktion Deutschland Hilft die Notwendigkeit, internationale Flüchtlingskatastrophen stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Zunehmende und unvorhergesehene Naturkatastrophen, wie Erdbeben, Tsunamis und Fluten fordern immer wieder Menschenleben und sind mit erschreckenden Bildern in den Medien meist stark vertreten. Die Lebenssituation und Bedürfnisse von Betroffenen in Flüchtlingskatastrophen werden im Vergleich dazu allerdings weniger wahrgenommen.

Laut der UN sind über 40 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht vor Verfolgung, gewaltsamen Konflikten, Krieg und Menschenrechtsverletzungen. Die Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft setzen sich in vielen Ländern der Welt für die Sicherung des Überlebens dieser Menschen ein. Infolge der politischen Auseinandersetzungen in Libyen sind seit Monaten fast 640.000 Menschen auf der Flucht. Allein an der libyschen Grenze in Tunesien leben über 500.000 Betroffene seit vier Monaten in Notlagern. Bündnispartner Islamic Relief Deutschland ist seit Beginn der Flüchtlingswellen vor Ort aktiv und verteilt täglich tausende Lebensmittelpakete, Wasserflaschen, Hygiene-Sets, Windeln und Säuglingsnahrung. Die Nothilfe-Teams passen die Hilfsmaßnahmen ständig an die veränderten Bedürfnisse der Flüchtlinge an.

An der Elfenbeinküste werden zwei Monate nach den Konflikten im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen die Folgen politischen Auseinandersetzungen deutlich. 320.000 Menschen sind auf der Flucht im eigenen Land. Diesen Menschen wird unter anderem von Handicap International geholfen: Handicap International konzentriert seine Aktivitäten darauf, den schutzbedürftigsten unter den Flüchtlingen, Behinderten, schwangeren Frauen, Kindern ohne Begleitung, Unterstützung zu bieten.

Unruhen in Libyen, Tunesien und Ägypten © Das Bündnis der Hilfsorganisationen