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Sudan - Darfur / TschadJohanniter - Situation im Sudan

12-05-2007

Die Johanniter aktiv im SudanSudan: Die humanitäre Situation im Sudan ist nach wie vor dramatisch. In der Region Darfur kommt es seit vielen Jahrzehnten zu Konflikten zwischen afrikanischen und arabischen Stämmen. Leidtragende des Konfliktes sind rund 2,5 Millionen Vertriebene, deren Lebensgrundlage zerstört wurde. Die Johanniter sind seit zwei Jahren in Darfur tätig und unterstützen verschiedene Krankenhäuser und Gesundheitszentren in Süd-Darfur. Um vor allem die medizinische Versorgung für Schwangere und junge Mütter zu verbessern, wurden die Neugeborenen- und Entbindungsstationen der Krankenhäuser in Kass und Nyala mit medizinischen Geräten und therapeutischer Zusatznahrung ausgestattet. Dadurch kann die hohe Säuglingssterblichkeitsrate während und kurz nach der Geburt reduziert werden.

Nach einem Choleraausbruch verhinderten Gesundheits- und Hygieneteams der Johanniter in den Krankenhäusern in Kass, Nyala und Ed el Fursan die weitere Ausbreitung der Krankheit durch Desinfektion der Böden. In Präventionskursen wurde den Menschen vor Ort zudem erklärt, wie sie sich vor der Ansteckung schützen können. Das Projekt mit einem Umfang von 100.000 Euro wird vom Auswärtigen Amt ko-finanziert.

Tschad

Etwa 100.000 Tschader sind bis Jahresende aus ihren Heimatdörfern an der Grenze zum Sudan vor anhaltenden Kämpfen zwischen tschadischen Rebellen und der Regierungsarmee geflohen. Gleichzeitig befinden sich ungefähr 230.000 sudanesische Flüchtlinge aus dem Darfur in der Region. In Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) unterstützten die Johanniter 20.000 Vertriebene im Osten des Landes mit Decken, Plastikplanen, Zelten und Eimern zum Bau provisorischer Unterkünfte. Das Projekt mit einem Umfang von 332.000 Euro wird vom Auswärtigen Amt ko-finanziert.

Auch im Norden der Zentralafrikanischen Republik lieferten sich Rebellenfraktionen und Banditengruppen schwere Kämpfe mit der Regierung. Als einziger Ausweg bleibt vielen Menschen nur die Flucht in den benachbarten Tschad. Die Flüchtlingslager im Süden des Tschad sind überfüllt, Hilfsmittel nicht ausreichend vorhanden. Die Johanniter unterstützten im Auftrag von UNHCR ein Flüchtlingslager der Organisation CARE mit Medikamenten, medizinischen Verbrauchsgütern und Seife. Die Kosten in Höhe von 45.000 Euro werden vom Auswärtigen Amt ko-finanziert.

Zudem werden im Distrikt Dono-Manga ein Krankenhaus und acht Gesundheitsstationen mit Malariamedikamenten und -tests sowie Moskitonetzen beliefert. Auch führen die Johanniter Sensibilisierungsveranstaltungen für die Bevölkerung und Fortbildungen für Gemeindehelfer, Hebammen und medizinisches Personal durch.

Drei Gesundheitsstationen in der Hauptstadt N’Djamena erhielten von den Johannitern in Kooperation mit dem französischen Malteserorden Basismedikamente zur Behandlung der Einwohner.

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