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Flucht und Hunger im Südsudan Juba: Flucht als einzige Alternative

02-07-2015

„Immer wieder hörten wir Schüsse“

„In Juba trauten sich die Leute vor lauter Angst nicht mehr auf den Markt zu gehen. Die Geschäfte waren längst geschlossen und das Einzige, was wir noch zu essen hatten, waren Kartoffeln. Immer wieder hörten wir Schüsse und täglich gab es Tote“, berichtet die 30-jährige Bäuerin Rebecca rückblickend. Wegen der gewaltsamen und blutigen Auseinandersetzungen im Dezember 2013 beschloss sie zusammen mit ihrem Mann, dass die Flucht aus Juba die einzig wirkliche Alternative ist. Mit dem Bus verließ die Familie am 3. Januar 2014 Juba in Richtung Maridi.

Maridi: Bis vor kurzem ein Ort des Friedens

Im ganzen Land galt Maridi bisher als ein relativ friedlicher Ort. Dort gab es bis vor wenigen Wochen weder Kämpfe noch Gewalt. Erst seit kurzem kommt es immer mal wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Ackerbau betreibenden Bevölkerung und den mit ihren Herden umherziehenden Nomaden. Dennoch ist es ein Ort, an dem Rebecca und ihre Familie viel sicherer sind als in Juba. Es gibt Land für alle und auch Wasser steht ausreichend zur Verfügung. Sogar das Einkaufen auf dem Markt ist in Maridi preiswerter.

Das Herz hängt an der Heimat

Doch Rebeccas Kindern fällt es schwer, sich in der neuen Umgebung einzuleben. Am liebsten würden sie nach Juba zurückkehren, denn ihr Herz hängt an der Heimat. Sie vermissen alltägliche Dinge und die gewohnte abwechslungsreiche Ernährung.

Herausforderungen des neuen Alltags meistern

„Leider ist es sehr schwer, in Maridi Arbeit zu finden und Geld zu verdienen. Darum musste mein Mann zurück nach Juba gehen. Nun arbeitet er dort und schickt uns Geld. Verwandte und Freunde können uns leider nicht unterstützen“, so Rebecca. „Umso mehr freuen wir uns darüber, dass Malteser International uns hilft. Von ihnen haben wir Bohnen, Öl, Mais, Salz sowie Saatgut und landwirtschaftliche Geräte erhalten. Jetzt können wir Gemüse anbauen und unsere Kinder gesund ernähren.“ Eine Rückkehr nach Juba kommt für sie nicht in Frage. Sie wünscht sich, dass ihre Kinder in Maridi zur Schule gehen können, und ist sehr dankbar für die Hilfe von Malteser International.

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