von CARE
Der heute veröffentlichte IPC-Bericht liefert dramatische Kennzahlen zur Ernährungs- und Versorgungslage in Gaza. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, die seit Jahren unter Krieg, Vertreibung und Verlust leiden. Mehr als die Hälfte des Gazastreifens ist für die Bevölkerung inzwischen nicht oder nur eingeschränkt zugänglich.
Gebiete für Hilfsorganisationen kaum erreichbar
Entlang der sogenannten gelben und orangenen Linien, die den Beginn der militärischen Zone markieren, werden viele Familien an der Rückkehr in ihre Heimatgebiete gehindert. Auch für Hilfsorganisationen sind diese Gebiete kaum oder nicht mehr erreichbar. Millionen Menschen leben deshalb nach wie vor auf engstem Raum in Notunterkünften und sind für ihr Überleben auf humanitäre Hilfe angewiesen. Der Bericht macht deutlich: Für die Menschen in Gaza ist die Krise nicht vorbei, sie bestimmt weiterhin ihren Alltag.
“Hinter jeder Zahl stehen Menschen”
Statement von Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE Deutschland, zum heute veröffentlichten IPC-Bericht für Gaza:
“Der neue IPC-Bericht zur Ernährungslage in Gaza erinnert uns daran, dass hinter jeder Zahl Menschen stehen. Menschen, die nach wie vor nicht wissen, ob sie morgen genug zu essen haben. Eltern, die auf Mahlzeiten verzichten, damit ihre Kinder satt werden. Familien, die seit Jahren in provisorischen Unterkünften leben und nicht wissen, wann und ob sie überhaupt wieder nach Hause zurückkehren können. Kinder in Gaza wachsen zwischen Trümmern auf und erleben eine Kindheit, die von Traumata geprägt ist.”
“Die Hilfe reicht weiterhin nicht aus”
Zur Situation in Gaza führt Zehntel weiter aus:
“Die Lage bleibt äußerst fragil. Dass sich die Situation nicht weiter verschlechtert hat, ist vor allem darauf zurückzuführen, dass nach der vermeintlichen 'Waffenruhe' etwas mehr humanitäre Hilfe in den Gazastreifen gelangen konnte. Doch diese Hilfe reicht weiterhin nicht aus, um den enormen Bedarf zu decken. Die Menschen leben am Rande dessen, was sie bewältigen können. Jeder leichte Rückgang der Hilfsmaßnahmen, jede erneute Einschränkung des Zugangs und jede weitere Eskalation der Gewalt drohen die Krise wieder zu verschärfen.
Humanitäre Hilfe rettet Leben. Aber kein Mensch sollte dauerhaft von ihr abhängig sein, um den nächsten Tag zu überstehen. Die Menschen in Gaza brauchen nicht nur Hilfe zum Überleben, sondern Hoffnung auf eine Zukunft in Sicherheit und Würde. Sie brauchen ein dauerhaftes Ende der Gewalt, Schutz und die Chance, ihr Leben wieder selbst aufzubauen.”
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis von mehr als 20 Hilfsorganisationen, leistet Nothilfe gemäß dem humanitären Imperativ. Dieser besagt unter anderem: Jeder Mensch hat das Recht, humanitäre Hilfe zu erhalten. Ausschlaggebend ist alleine der Bedarf an Hilfe. Weitere Informationen.
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die betroffenen Menschen in Nahost.
Stichwort: Nothilfe Nahost
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
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