von LandsAid
Angesichts der jüngsten Eskalation der Gewalt im Libanon startet die humanitäre Hilfsorganisation LandsAid gemeinsam mit ihrer lokalen Partnerorganisation Basmeh & Zeitooneh und mit Unterstützung durch Aktion Deutschland Hilft ein Nothilfeprojekt für Familien, die ihre Häuser überstürzt verlassen mussten.
Lebensmittel, Hygieneartikel, Decken und Kissen
In provisorischen Sammelunterkünften – häufig kurzfristig in Schulen eingerichtet – erhalten Betroffene dringend benötigte Lebensmittel, Schlafmaterialien und Hygieneartikel.
Viele Familien sind mit kaum mehr als den Kleidern am Leib geflohen. Besonders in den überfüllten Notunterkünften fehlt es vielerorts an grundlegender Versorgung. LandsAid und die lokalen Partnerteams konzentrieren ihre Hilfe daher auf die dringendsten Bedürfnisse der Vertriebenen.
Hilfe für besonders gefährdete Menschen
Geplant ist zunächst, insgesamt 160 Familien mit Lebensmittelpaketen zu versorgen. Diese enthalten sofort verzehrbare Nahrungsmittel, damit Menschen auch ohne Kochmöglichkeiten ausreichend versorgt sind.
Zusätzlich erhalten 130 Familien Hygienepakete mit Artikeln des täglichen Bedarfs wie Seife, Zahnbürsten, Waschmittel und weiteren Hygieneprodukten.
Für besonders gefährdete Menschen – darunter Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen – werden außerdem Decken und Kissen verteilt, damit sie nicht auf dem Boden schlafen müssen. Eine Sammelunterkunft wird zusätzlich mit dringend benötigten Reinigungsmitteln ausgestattet.
Über 800.000 Menschen vertrieben
Auslöser für die Nothilfe ist eine neue Welle der Gewalt im Land. Innerhalb weniger Tage kam es in mehreren Regionen – darunter im Südlibanon, in Nabatieh, in der Bekaa‐Ebene sowie in Vororten von Beirut – zu schweren Luftangriffen und Gefechten. Viele Menschen flohen daraufhin in sicherere Regionen im Norden und in der Landesmitte.
Immer mehr Menschen werden aktuell vertrieben. Nach Angaben des UN Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs, kurz OCHA) haben sich über 816.000 Menschen als Vertriebene registriert, darunter rund 285.000 Kinder.
Mehr als 125.000 Menschen suchen derzeit Schutz in fast 600 Gemeinschaftsunterkünften. Die vorhandenen Sammelunterkünfte sind vielerorts bereits stark überlastet.
“Gerade Kinder erleben einmal mehr Angst und Unsicherheit”
“Viele Familien haben innerhalb kürzester Zeit ihr Zuhause und ihre gesamte Lebensgrundlage verloren. Gerade Kinder erleben derzeit einmal mehr eine Situation voller Angst und Unsicherheit. Mit unserer Nothilfe wollen wir zumindest das Nötigste bereitstellen und den Menschen in dieser schwierigen Situation ein Mindestmaß an Sicherheit, Gesundheit und Würde ermöglichen.”
- Michaela Wiese, Vorständin von LandsAid.
Die Hilfsmaßnahmen werden gemeinsam mit der lokalen Organisation Basmeh & Zeitooneh umgesetzt. Durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern kann LandsAid schnell reagieren und sicherstellen, dass die Unterstützung bedarfsgerecht und gezielt bei den betroffenen Familien ankommt. Wiese führt weiter aus:
„Die Not vieler Familien im Libanon ist im Moment enorm. Damit wir weiterhin helfen und vertriebene Menschen mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Schlafmaterial versorgen können, sind wir auf die Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender angewiesen. Gerade jetzt zählt jede Hilfe.“
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis von mehr als 20 Hilfsorganisationen, leistet Nothilfe gemäß dem humanitären Imperativ. Dieser besagt unter anderem: Jeder Mensch hat das Recht, humanitäre Hilfe zu erhalten. Ausschlaggebend ist alleine der Bedarf an Hilfe. Weitere Informationen.
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die betroffenen Menschen in Nahost.
Stichwort: Nothilfe Nahost
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Jetzt online spenden!






