In Äthopien hält eine Mutter ihr Kind. Das Land ist von einer Dürrekatastrophe durch El Niño betroffen.
© CARE/Josh Estey

Wetterphänomen El Niño und seine AuswirkungenÄthiopien: CARE- Ernährungsstationen retten Leben

19-07-2016

von CARE

Das Wetterphänomen El Niño führt aktuell in vielen Ländern zu Katastrophen: Felder verdorren, andere werden überschwemmt. Äthiopien erlebt die schwerste Dürre seit 30 Jahren. 50,2 Millionen Menschen im südlichen und östlichen Afrika hungern. Aushalten, hoffen, durchhalten – so ging es auch Malia Mele, bis ihr Sohn Samuel so schwach wurde, dass sie Panik bekam. Viele Tagesmärsche nahm sie auf sich, um die CARE-Ernährungsstation in Oromiya, Äthiopien, zu erreichen. 1.000 Menschen werden hier täglich versorgt. Mit medizinischer Kraftnahrung, mit Hülsenfrüchten, Weizen, Öl. „Samuel wurde sofort behandelt. Medizinische Kraftnahrung hat ihn wieder stark gemacht. Durch die Lebensmittelhilfen habe ich wieder genug Milch und kann zusätzlich stillen“, sagt Malia.

Akute Hilfe für hungernde Schwangere, Stillende und Kleinkinder – diese leistet CARE aktuell in Äthiopien, Malawi, Madagaskar, Mosambik und anderen betroffenen Ländern.

Vorbereitung schützt vor Hunger

In dieser Zeit der Not wird deutlich, wie wichtig gleichzeitig Hilfe zur Selbsthilfe ist. Kleinbauern brauchen Strategien, um sich vor künftigen Dürren besser zu schützen. CARE-Nothelferin Lucy Beck besuchte in Madagaskar Gemeinden, die noch keine Unterstützung von CARE bekommen haben, und solche, die bereits an langfristigen Selbsthilfe-Programmen teilnehmen: „Der Unterschied ist offensichtlich und tragisch.“

Julienne hatte über drei Tage nichts zu essen

Weniger als 20 Kilometer von einem CARE-Projekt- Dorf entfernt, traf Lucy die 35-jährige Julienne. Über drei Tage hatte sie keine Nahrung und war vor Schwäche in Ohnmacht gefallen. Familien aus Dörfern, die länger mit CARE zusammenarbeiten, haben dagegen die Dürre bisher gut überstanden. Einfache Methoden helfen ihnen, trotzdem zu ernten: motorisierte Wasserpumpen zur Bewässerung der Felder, dürreresistentes Saatgut und neue Methoden, um das wenige Regenwasser vor dem Verdunsten zu bewahren. Lucy Beck betont: „Das zeigt: unsere Hilfe wirkt, wir müssen sie nur schnellstmöglich ausweiten.“

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
nimmt Spenden für die Betroffenen des Wetterphänomens El Niño entgegen unter:

Spenden-Stichwort: Auswirkungen El Niño
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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