Flut SüdasienPakistan: Johanniter-Ambulanz trifft heute in Belutschistan ein

13-07-2007

Eine mobile Ambulanz der Johanniter-Unfall-Hilfe trifft heute Abend von Islamabad kommend in der vom Hochwasser betroffenen Provinz Belutschistan im Südosten Pakistans ein. Auf Grund der angespannten Sicherheitslage und in enger Abstimmung mit den Vereinten Nationen und lokalen Behörden war es erst jetzt möglich, die Ambulanz in das Katastrophengebiet zu bringen. In den letzten Tagen war es in der Region zu Überfällen auf Hilfsorganisationen und Sicherheitsposten gekommen. Die Johanniter werden zwei Monate von der Provinzhauptstadt Quetta aus rund 10 000 Hilfsbedürftige medizinische versorgen.

Johanniter-Mitarbeiterin Naseer Kakar berichtet über der Lage vor Ort: "In der letzten Woche haben Durchfallerkrankungen stark zugenommen. Viele Menschen klagen über Hautprobleme. Es mangelt an sauberem Wasser. Die Menschen trinken aus Pfützen und verschmutzten Tümpeln. Mehr als 200 Gesundheitsposten in der Region wurden überflutet. Eine mobile Ambulanz ist in dieser Notlage genau das Richtige."

Große Gebiete nicht nur in Pakistan, sondern auch in Indien und Afghanistan wurden Ende Juni überschwemmt. UN-Angaben zufolge sind allein in Pakistan rund zwei Millionen Menschen von der Hochwasser-Katastrophe betroffen. 300 Menschen starben. 340 000 Menschen wurden obdachlos. 90 Prozent des Nutztierbestandes, die wichtigste Einnahmequelle für einen Großteil der Bevölkerung, ist laut Berichten in den Fluten ertrunken. Bis September wird mit anhaltenden Regenfällen gerechnet.

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