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Flut SüdasienHungersnot im überfluteten Bihar

27-08-2007

hilfsgueter300px.jpgDie Lage in den überfluteten Gebieten hat sich in den letzten Wochen wieder verschlechtert. Schwere Regenfälle haben in den letzten Tagen weitere Todesopfer gefordert. Neben medizinischer Versorgung ist inzwischen auch die Nahrungsmittelhilfe von AWO International angelaufen. Für diese gemeinsame Hilfsaktion mit Bündnispartnern des Netzwerks SOLIDAR stellt AWO International zunächst 22.000 Euro bereit, um etwa 2.000 Familien einen Monat mit Reis, Linsen und Weizen zu versorgen.

„Nach einer kurzen Regenpause hat es inzwischen wieder begonnen zu regnen“, berichtet Barbara Gruner, ehemalige Büroleiterin von AWO International. Sie ist soeben im Gebiet Madhubani eingetroffen, um die Nahrungsmittelhilfe gemeinsam mit der indischen Partnerorganisation LHC zu koordinieren. „Ich hoffe, dieses Dorf ist morgen noch da. Diese Katastrophe trifft auf schiere Armut – die Konsequenzen sind fatal.“

Mit den Nahrungsmitteln unterstützt AWO International Dalitfamilien in zehn abgelegenen Dörfern des Distrikts. Die Dalits stehen an unterster Stelle des indischen Kastensystems und sind besonders häufig von Armut und Ausgrenzung betroffen. Durch die Flut haben sie nun auch ihren (Tage-) Lohn verloren, sie leiden unter Hunger und Krankheit. Die Ärzte, die das medizinische Nothilfeprogramm von AWO International leiten, schätzen, dass etwa 50% der Dorfbewohner unterernährt sind.

Bereits seit Ende Juni führt der heftige Monsunregen in Indien, Pakistan, Bangladesch und Nepal zu Überschwemmungen weiter Gebiete. Mehr als 40 Millionen Menschen sind von der Naturkatastrophe betroffen. Laut Berichten der Vereinten Nationen starben bisher mehr als 3.777 Menschen, hunderttausende sind obdachlos. „Es ist bislang kein Ende abzusehen“, so Barbara Gruner.

Häuser, Schulen und Krankenhäuser sind von den Wassermassen überflutet und zum Teil eingestürzt. Schlammlawinen bedecken die Zerstörung und die Wasserversorgung ist zusammengebrochen. Es fehlt an Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser. Die Gefahr, dass sich Seuchen und Epidemien weiter ausbreiten, wächst.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
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