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Flut PakistanEin Jahr nach den Überflutungen in Pakistan

19-07-2011

Malteser helfen, aus der Katastrophe zu lernen

Um die Bevölkerung in Pakistan besser vor Katastrophen wie den gewaltigen Überschwemmungen des Swat und Indus vor einem Jahr zu schützen, setzen die Malteser besonders auf die Vorsorge. Derzeit reparieren sie im Süden Pakistans hunderte Brunnen und Handpumpen. Die Brunnen werden durch Sockel und Verschlüsse gegen eindringendes Oberflächenwasser, das das Grundwasser verunreinigt, geschützt. Ferner werden Angestellte öffentlicher Gesundheitszentren im Swat-Distrikt geschult, schneller und effizienter auf einen so genannten Massenanfall von Verletzten reagieren zu können. 13 Gesundheitseinrichtungen und vier Schulen, die vom Wasser zerstört wurden, bauen die Malteser wieder auf.

Dr. Jürgen Clemens, Referent von Malteser International, betont die Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden. „Wir sind seit Jahren im Land, man kennt und vertraut uns“, fasst der Pakistan-Experte das Verhältnis zwischen den Behörden im Norden und der Hilfsorganisation zusammen.

Nach den außergewöhnlich starken Regenfällen im Himalaya Ende Juli 2010 waren die Flüsse über die Ufer getreten und hatten Hab und Gut fortgerissen. Sieben Millionen Menschen benötigten humanitäre Hilfe. Über Monate mussten sie versorgt werden, weil Brunnen und Trinkwasser verunreinigt, die Felder überschwemmt und Vorräte vernichtet waren.

Malteser International hatte mit zehn mobilen medizinischen Teams 90.000 Menschen in von der Flut betroffenen Orten behandelt. 22.000 erhielten Trinkwasser und Nahrungsmittel, für mehr als 85.000 Menschen wurde Trinkwasser durch größere Anlagen oder tragbare Wasserfilter gereinigt. Im Winter wurden im Hochgebirge Kohistans winterfeste Notunterkünfte für 3.500 Menschen bereitgestellt.

In den zwei nördlichen Projektstandorten (Swat und Kohistan) sowie einem im Süden (Punjab) setzen die Malteser im vergangenen Jahr 2,2 Millionen Euro zur Nothilfe ein. In 2011 werden vier Millionen Euro aus Mitteln des Bundes, der Weltgesundheitsorganisation, der deutschen Caritas und privater Spenden verwendet.

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