Diese Frau gehört zu den zahlreichen Menschen, die aus Syrien geflohen sind.

Hilfe für FlüchtlingeCARE: Viele Frauen im Syrien-Krieg auf sich gestellt

13-03-2018

von CARE

Die Syrienkrise geht diese Woche in ihr achtes Jahr. Anlässlich dieses traurigen Jahrestages weist die internationale Hilfsorganisation CARE darauf hin, dass nicht nur in Ost-Ghouta, sondern auch in anderen Gebieten Syriens weiterhin täglich Menschen getötet, verletzt oder vertrieben werden. Insbesondere Frauen tragen die Last des Krieges, da viele durch den Verlust ihrer männlichen Angehörigen seit Jahren die finanzielle Versorgung der Familie, die Kindererziehung und den Haushalt allein übernehmen müssen. 

Mehr als 500.000 Tote seit Beginn des Syrien-Krieges

Seit Beginn des Krieges im Jahr 2011 kamen über eine halbe Million Menschen ums Leben. "Viele Frauen haben ihre Ehemänner, Söhne und Brüder im Krieg verloren. Sie sind deshalb mit ihren Kindern auf sich allein gestellt", erklärt Karl-Otto Zentel, CARE-Generalsekretär. "Unter schwierigsten Bedingungen erfüllen sie als Familienoberhaupt eine neue Rolle, bei der sie dringend unsere Hilfe brauchen." Laut den Vereinten Nationen wird mindestens ein Drittel aller Haushalte in Syrien von Frauen geführt.

Ein Viertel der Gesamtbevölkerung, mehr als fünf Millionen Menschen, ist aus Syrien geflohen. Innerhalb Syriens benötigen insgesamt 13 Millionen Menschen – über 80 Prozent der Bevölkerung – Humanitäre Hilfe, mehr als die Hälfte davon sind Frauen und Mädchen.

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"Seit Kriegsbeginn leiden Frauen in Syrien unter größerer Armut als vor dem Konflikt, ihnen begegnet täglich Gewalt und Gesetzeslosigkeit. Trotzdem verlassen sie Tag für Tag ihr Haus und kämpfen dafür, ihre Familien zu ernähren und ihren Kindern ein Stück Normalität und Sicherheit geben zu können", so Zentel.

CARE: Konflikt muss so schnell wie möglich beendet werden

CARE fordert die internationale Gemeinschaft und insbesondere Deutschland dazu auf, sich noch vehementer für Frauen in Syrien einzusetzen. Am meisten ist ihnen geholfen, wenn der Konflikt so schnell wie möglich beendet wird. Hier muss Deutschland einen konsequenten politischen Beitrag leisten. Solange kein Frieden herrscht, steht es außerhalb jeglicher Diskussion, Flüchtlinge in syrische Kriegsgebiete zurückzuschicken.

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