von Aktion Deutschland Hilft
In der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda verschärft sich die humanitäre Lage: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 16. Mai 2026 den Ausbruch des Bundibugyo‑Ebolavirus als Gesundheitsnotstand mit grenzüberschreitendem Risiko eingestuft. Für die DR Kongo ist es der 17. Ebola-Ausbruch seit 1976.
Laut WHO gibt es 246 gemeldete Fälle und 80 Todesfälle, die Zahlen steigen stetig. Besonders gefährdet sind Gemeinden in den betroffenen Provinzen, in denen der Zugang zu medizinischer Versorgung, sauberem Wasser und Schutzmaßnahmen stark eingeschränkt ist. Zudem wurde die Grenze zwischen Gisenyi in Ruanda und Goma in der DR Kongo geschlossen – ein Schritt, der die aufgrund von anhaltenden bewaffneten Konflikten und massiven Vertreibungen ohnehin angespannte Lage weiter verschärft.
In den vom Ebola-Ausbruch betroffenen Regionen haben mehrere Bündnisorganisationen Hilfsmaßnahmen eingeleitet und bereiten Partner und Helfer:innen vor Ort auf weitere Maßnahmen vor.
Was ist Ebola?
Ebola (Ebolafieber) ist eine seltene, aber hoch ansteckende und lebensbedrohliche Erkrankung, die durch das Ebolavirus ausgelöst wird und vor allem in Afrika vorkommt und unbehandelt oft tödlich verläuft. Je früher Betroffene medizinisch versorgt werden und je höher die Behandlungsqualität ist, desto größer sind ihre Überlebenschancen.
Das Ebolavirus umfasst fünf bekannte Spezies – darunter das aktuell in der DR Kongo und Uganda ausgebrochene Bundibugyo‑Ebolavirus. Die Sterblichkeitsrate liegt bei etwa 37 Prozent.
Übertragung und Symptome
Das Virus gelangt über den Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten in den Körper – etwa beim Umgang mit Wildtieren, bei der Pflege Erkrankter oder Verstorbener.
Die Symptome der Erkrankung beginnen plötzlich. Infizierte sind erst nach Ausbruch der Symptome ansteckend. Ebola zeigt grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, starke Müdigkeit, Muskel‑ und Kopfschmerzen, gefolgt von Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Hautausschlag, Organfunktionsstörungen und in schweren Fällen inneren und äußeren Blutungen.
Gegen das Bundibugyo-Ebolavirus existiert derzeit kein Impfstoff. Die Behandlung konzentriert sich auf eine intensive medizinische Betreuung und die Linderung der Symptome.
Bündnisorganisationen leisten Hilfe
Mehrere Bündnisorganisationen sind mit lokalen Partnern vor Ort im Einsatz. Sie leisten medizinische Hilfe, klären über Schutzmaßnahmen auf und unterstützen die betroffenen Gemeinden.
Erste Nothilfemaßnahmen wurden mobilisiert, insbesondere in den Gesundheitszonen der Provinz Ituri, in Nord-Kivu sowie ausgewählten städtischen und grenzüberschreitenden Standorten. Die Bündnisorganisation CARE bereitet Hilfsmaßnahmen in den Bereichen Wasser, Hygiene und Gesundheit sowie präventive Aufklärung für bis zu eine Million Menschen vor. Ein Fokus liegt dabei auf Gesundheitspersonal, Vertriebenen und mobilen Bevölkerungsgruppen sowie gefährdete Gruppen – darunter Frauen und Mädchen.
Die Bündnisorganisation Malteser International ist in der Provinz Ituri, im Nordosten des Landes, aktiv. Sie plant vorbereitende Maßnahmen wie Sensibilisierung der Bevölkerung, Schulungen für Gesundheitspersonal und die Bereitstellung medizinischer Notfallmaterialien.
Um eine weitere Ausbreitung einzudämmen, unterstützt die Bündnisorganisation Help – Hilfe zur Selbsthilfe Präventionsmaßnahmen in Gesundheitseinrichtungen, Krankenhäusern und Vertriebenencamps, etwa durch die Herstellung und Verteilung von Flüssigchlor zur Desinfektion sowie Schulungen für Gesundheits- und Gemeindepersonal.
Ebola als zusätzliche Bedrohung
Der Ebola‑Ausbruch trifft die Menschen in der DR Kongo in einer ohnehin belastenden Situation. Viele Familien im Osten des Landes leiden bereits unter Hunger, Vertreibung und weit verbreiteter geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen. Zehntausende Menschen leben auf der Flucht oder in provisorischen Lagern – Bedingungen, die die Eindämmung von Ebola erheblich erschweren und die Ausbreitung des Virus begünstigen.
Für die Menschen vor Ort zählt jetzt jede Stunde: Schnelle Diagnose, sichere Behandlung und umfassende Aufklärung sind entscheidend, um die Ausbreitung einzudämmen und Leben zu retten.
Vielen Dank, dass Sie die Betroffenen unterstützen!
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden für die von der Ebola betroffenen Menschen.
Stichwort: Ebola Zentralafrika
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX






