von action medeor
Angesichts der sich ausbreitenden Ebola-Epidemie im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat das Gesundheitshilfswerk action medeor nun damit begonnen, die betroffenen Regionen mit dringend benötigter Schutzausrüstung zu versorgen.
Lokale Partner ermöglichen schnelle Hilfe
In einem ersten Schritt hat die “Notapotheke der Welt”, wie action medeor auch genannt wird, 20.000 Euro Soforthilfe freigegeben, um Gesundheitspersonal vor Ort mit Handschuhen, Masken, Schürzen und Overalls auszustatten.
Die Schutzausrüstung wird von lokalen Partnerorganisationen vor Ort besorgt, damit sie schnellstmöglich in den betroffenen Regionen ankommt. Parallel dazu werden mögliche Hilfslieferungen auch aus dem Medikamentenlager in Deutschland vorbereitet.
Jetzt ist Schnelligkeit gefragt
“Wir konzentrieren uns zunächst auf die Versorgung von medizinischem Personal in den Provinzen Ituri und Süd-Kivu”, berichtet Markus Bremers, Pressesprecher von action medeor. In Ituri ist der Ebola-Ausbruch bislang am stärksten, in Süd-Kivu werden präventive Maßnahmen gegen eine weitere Verbreitung ergriffen.
“Aus Erfahrungen mit früheren Ebola-Epidemien wissen wir, dass frühzeitige Maßnahmen besonders wichtig sind, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Deshalb ist jetzt Schnelligkeit gefragt. Medizinisches Personal nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein.
Ärzt:innen und Pflegepersonal sind für Erkennung und Behandlung von Infektionen unerlässlich, gleichzeitig sind sie jedoch besonders gefährdet. Deshalb ist ihr Schutz jetzt wichtig.”
Markus Bremers, Pressesprecher von action medeor
“Die Epidemie breitet sich wie ein Lauffeuer aus”
Aus den betroffenen Regionen erhalten die Helfer von action medeor indessen besorgniserregende Nachrichten.
“Die Lage ist sehr dramatisch. Die Epidemie breitet sich wie ein Lauffeuer in einer sehr unsicheren Region aus. Die Bevölkerung ist psychisch stark belastet. In manchen Familien gab es nach Familienfeiern mehrere Todesfälle, daher sind die Menschen in großer Angst.”
Jean Mudekereza, Projektkoordinator der lokalen Hilfsorganisation AFPDE, Partner von action medeor
Wirtschaftliche Folgen für die Bevölkerung
Hinzu kommt noch ein weiteres Problem: Die Restriktionen, die nun zur Ebola-Bekämpfung verhängt werden, treffen die Bevölkerung hart, denn sie verhindern vielfach auch, dass die Menschen ihren Tagelohn verdienen können. Mudekereza fasst zusammen:
“Durch all die Einschränkungen, die der Bevölkerung auferlegt wurden, wird das Leben sehr schwer und kompliziert. Für die Bevölkerung, die von der Landwirtschaft lebt, kommt zu der Unsicherheit, die sie daran hindert, auf die Felder zu gehen, noch hinzu, dass diese Epidemie die Situation weiter verschärft und die Menschen in Hunger und Unterernährung stürzt.”
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden für die von der Ebola betroffenen Menschen.
Stichwort: Ebola Zentralafrika
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX






