Tornados: schnell rotierende Luftwirbel
© OAR/ERL/National Severe Storms Laboratory

Hurrikane und WirbelstürmeTornados: schnell rotierende Luftwirbel

Was ist ein Tornado?

Schon 1917 definierte der deutsche Meteorologe Alfred Wegener Tornados als „schnell rotierende Luftwirbel, die von der Unterseite einer Wolke bis zum Erdboden reichen und am unteren Ende alles mitreißen“. In Deutschland werden Tornados auch "Windhose“ oder „Großtrombe“ genannt. In den USA wird das Phänomen als "Twister" bezeichnet. Wirbel über offenem Wasser werden „Wasserhose“ genannt.

Die Entstehung eines Tornados

Tornados bilden sich durch große Temperaturgegensätze in Gewittern über dem Festland. Wenn feuchtwarme Luft aufsteigt und auf trockene Kaltluft trifft, bilden sich Gewitterwolken. Versetzen Seitenwinde die aufsteigende Warmluft in Rotation, entsteht ein wirbelnder Wolkenschlauch. Als Tornado bezeichnet man das Phänomen erst, wenn der Luftwirbel den Boden berührt. Durch den Sog können enorme Schäden entstehen.

Wann kommt es zu Tornados?

Tornados können das ganze Jahr über entstehen, die Hochsaison ist im Frühjahr und Sommer. Denn während dieser Zeit herrschen ideale Bedingungen zur Entstehung von großen Gewitterwolken. Die Häufigkeit von Tornados ist starken Schwankungen unterworfen. Phasen mit wenigen Tornados wechseln mit solchen, in denen mehrere Tornados gleichzeitig über betroffene Gebiete fegen.

Wo entstehen die gefährlichen Luftwirbel?

Tornados kommen weltweit in 20° bis 60° geographischer Breite vor. Bekannte Tornadoregionen sind Argentinien, Südafrika, Bengalen, Japan und Australien. In Europa liegt die jährliche Zahl der Tornadobeobachtungen bei etwa 330. Die meisten davon ereignen sich in Nordfrankreich, den Benelux-Staaten und Nordwestdeutschland.

Die meisten Tornados entstehen in den USA aufgrund der klimatischen Bedingungen, die zur Bildung großer Gewitterwolken beitragen. Besonders betroffen ist die sogenannte Tornado Alley, ein mehrere Bundesstaaten umfassendes Gebiet im Mittleren Westen der USA. Dort werden jährlich etwa 1200 Tornados registriert.

Ein unberechenbares Wetterphänomen

Tornados entstehen innerhalb weniger Minuten und sind daher nicht vorhersagbar. Sie dauern von wenigen Sekunden bis zu einer Stunde. Ihr Durchmesser liegt im Normalfall bei etwa bei 20 bis 50 Metern, kann aber bis zu 1000 Meter breit sein. Dabei erreichen Tornados Geschwindigkeiten von 50 bis 100 Kilometern pro Stunde und legen Distanzen von 5 bis 300 Kilometern zurück. Während dieser Wanderung ändern sie immer wieder ihre Richtung. Die Windgeschwindigkeiten im Wolkenschlauch können über 500 Stundenkilometer betragen.

Die Auswirkungen: eine Schneise der Verwüstung

Dort, wo ein Tornado seine Schneise schlägt, hinterlässt er große Verwüstung. Denn die Wirkung am Boden entspricht der Druckwelle einer Atombombe. Solide Holzhäuser werden von den Fundamenten, Asphalt und Autos von der Straße gerissen, Bäume entwurzelt. Durch die hohen Windgeschwindigkeiten werden auch kleine Trümmerteile zu tödlichen Geschossen.

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