Orkane und Blizzards: außertropische Sturmtiefs
© Günter Wieschendahl

Orkane und BlizzardsOrkane und Blizzards: außertropische Sturmtiefs

Orkane, die Winterstürme Europas

Orkane sind starke Stürme über Mittel- und Nordeuropa. Sie erreichen ähnliche Windgeschwindigkeiten wie tropische Wirbelstürme, weisen aber nicht die markante Spiralform auf. Orkane entstehen im Herbst und Winter, weshalb sie auch Winterstürme genannt werden.

Entstehung von Orkanen

Voraussetzung für ihre Entstehung sind starke Temperaturunterschiede zwischen den subtropischen Meeren und dem Nordpolarmeer. Je größer die Unterschiede sind, desto stärker werden die Stürme. An der Polarfront, an der die kalten Luftmassen aus dem Norden mit der Warmluft aus dem Süden zusammenprallen, entstehen große Tiefdruckgebiete. Orkanfelder können sich über ganz Mitteleuropa erstrecken und bergen vor allem in gebirgigen Regionen höchste Gefahr für Mensch und Umwelt.

Ab wann wird aus Wind ein Orkan?

Die Beaufort-Skala beschreibt die Windgeschwindigkeiten und den Namen der Winde. Sie entstand aufgrund von Beobachtungen des Effektes von Wind auf Windmühlenflügel. Erstmals kategorisiert John Smeaton 1759 die Windstärken in einer Tabelle, die nach häufigen Verbesserungen und Änderungen heute folgendermaßen aussieht:

Windstärke Km/h Name des Windes Wirkung an Land
0 0 Windstille Keine Luftbewegung
1 1-5 Leiser Zug Kaum merkliche Luftbewegung
2 6-11 Leichte Brise Blätter rascheln
3 12-19 Schwache Brise Dünne Zweige bewegen sich leicht
4 20-28 Mäßige Brise Zweige bewegen sich
5 29-38 Frische Brise Äste bewegen sich
6 39-49 Starker Wind Bäume bewegen sich
7 50-61 Steifer Wind Bäume schwanken
8 62-74 Stürmischer Wind Zweige brechen
9 75-88 Sturm Kleinere Schäden an Häusern
10 89-102 Schwerer Sturm Bäume werden entwurzelt
11 103-117 Orkanartiger Sturm Dächer werden abgedeckt
12 Mehr als 117 Orkan Schwerste Sturmschäden

Als Orkan werden Winde bezeichnet, die eine Geschwindigkeit von mindestens 117 Kilometern pro Stunde erreichen. Sie bringen meist enorme Regen- oder Schneemassen, Temperaturstürze und Flutwellen mit sich.

Blizzards, die Eisstürme Nordamerikas


Ein Blizzard entsteht infolge eines kräftigen Kaltlufteinbruchs aus Richtung der Polarregionen. Die Kaltluft dringt bis weit nach Süden vor und kann innerhalb weniger Stunden für chaotische Wetterverhältnisse sorgen. Denn die eisigen Winde fegen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde über das Land und führen zu raschen Temperaturstürzen und Kältewellen von bis zu minus 40 Grad. Meterhohe Schneeverwehungen, Eisregen und spiegelglatte Straßen sorgen in der Folge für Verkehrschaos auf den Straßen und an Flughäfen.

Obwohl das Wort wahrscheinlich vom deutschen Adjektiv „blitzartig“ abgeleitet wurde, wurde es zuerst für starke Schneestürme in den USA und in Kanada, später für die Antarktis und Nordskandinavien verwendet.

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