Zwei Tage gegen Hunger und Armut
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ArmutZwei Tage gegen Hunger und Armut

Am 16. Oktober ist Welternährungstag und am 17. Oktober folgt der Internationale Tag für die Beseitigung der Armut. Zwei Tage, die auf humanitäre Katastrophen aufmerksam machen sollen, die weltweit für Millionen Menschen tagtäglich Realität sind.

Welternährungstag: Hunger für Millionen Menschen alltäglich

"Die Weltlandwirtschaft könnte problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren. Das heißt, ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet", so Jean Ziegler, ehemaliger Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für das Recht auf Nahrung. Trotzdem gehen zahlreiche Menschen jeden Tag hungrig zu Bett. Für sie ist der Hunger eine Katastrophe, Tag für Tag.

Seit 1979 erinnert der Welternährungstag, oder auch Welthungertag, an die Not zahlreicher Menschen, aber auch an die Erfolge im Kampf gegen den Welthunger und Mangelernährung. Der Tag wird jedes Jahr am 16. Oktober begangen, dem Gründungsdatum der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO).

Aufmerksamkeit auf Hungerkrisen & Chancen für Kleinbauern

Jedes Jahr wird am Welternährungstag ein anderes Thema in den Mittelpunkt gestellt. 2004 beispielsweise wurde das Recht auf eine angemessene Versorgung mit Nahrung und die Umsetzung dieses Rechts diskutiert. 2014 lag der Fokus auf der Förderung kleiner landwirtschaftlicher Familienbetriebe durch Mikrokredite und nachhaltige Landwirtschaftsmethoden. 2017 widmeten sich die UN an diesem Tag den weltweiten Flüchtlingsbewegungen und wie diese mit Hunger, Armut und extremen Wetterbedingungen in Verbindung stehen.

Extreme Armut geht oft mit Hunger einher

Auf den Welternährungstag folgt seit 1992 der Internationale Tag für die Beseitigung der Armut. Als extrem arm definiert die Weltbank Menschen, die weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag zur Verfügung haben und dadurch unterhalb der Armutsgrenze leben. Dieses wenige Geld reicht nicht, um Grundbedürfnisse wie Hunger zu befriedigen. Und so geht Armut oft mit Hunger einher.

Außerdem machen Unter- und Mangelernährung krank, weil Viren bei einem geschwächten Immunsystem leichtes Spiel haben. Darüber hinaus sind in einem Umfeld, wo es am Allernötigsten fehlt, auch die Chancen auf Bildung rar. So wird die Armut oft von Generation zu Generation weitergegeben. Ein Teufelskreis, der weltweit Millionen Kinder, Frauen und Männer gefangen hält.

Kreislauf der Armut  
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Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut

Auch am Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut steht jedes Jahr ein anderes Thema im Fokus. 2008 lag dieser auf den Menschenrechten und der Aufrechterhaltung der Würde von Menschen, die in Armut leben. 2012 war der Tag der Bekämpfung von extremer Armut durch Friedensbildung und Good Governance gewidmet und im Jahr darauf stand die Zusammenarbeit mit und das Lernen von armen Menschen im Mittelpunkt. 2017 wurde am 17. Oktober an eine friedliche und integrative Gesellschaft appelliert, da soziale Ausgrenzung sowohl Ursache aus als Folge von Armut ist.

(Stand Januar 2018)

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