Zwei Tage gegen Hunger und Armut
© Aktion Deutschland Hilft/Trappe

ArmutZwei Tage gegen Hunger und Armut

16-10-2012

Zwei Tage gegen Hunger und Armut

Am 16. Oktober 2012 ist Welternährungstag. Am Tag darauf folgt der Internationale Tag für die Beseitigung der Armut. Zwei Tage im Kalender, die auf eine humanitäre Katastrophe aufmerksam machen sollen, die tagtäglich Millionen von Menschen weltweit betrifft.

Welternährungstag

„Die Weltlandwirtschaft könnte problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren. Das heißt, ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet“, so Jean Ziegler, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Trotzdem gehen unzählige Menschen jeden Tag hungrig zu Bett. Für sie ist der Hunger eine tagtägliche Katastrophe. Seit 1979 erinnert der Welternährungstag, der jedes Jahr am 16. Oktober – dem Gründungsdatum der FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen –begangen wird, an die weltweite Not, aber auch an die Erfolge im Kampf gegen Hunger und Mangelernährung.

Jedes Jahr wird am Welternährungstag ein anderes Thema in den Mittelpunkt gestellt, um auf die verschiedene Probleme weltweit aufmerksam zu machen. So wurde beispielsweise 2004 die Bedeutung der Artenvielfalt für die Sicherstellung der zur Verfügung stehenden Nahrungsmittelquellen untersucht. Auch das Recht auf eine angemessene Nahrungsmittelversorgung und die Umsetzung dieses Rechts sowie die Nutzung von Bioenergien und die Folgen des Klimawandels auf die Nahrungsmittelsicherheit wurden diskutiert. Im Jahr 2014 lag der Fokus auf der Förderung kleiner landwirtschaftlicher Familienbetriebe durch Mikrokredite und nachhaltige Landwirtschaftsmethoden.

Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut

Auf den Welternährungstag folgt seit 1992 der Internationale Tag für die Beseitigung der Armut. Jeden 17. Oktober wird weltweite der Armut gedacht. Weniger als 1,25 Dollar täglich ist die von der Weltbank festgelegte Grenze für extreme Armut. Dieses wenige Geld reicht bei weitem nicht zum Leben: Armut geht oft mit Hunger einher. Unter- und Mangelernährung machen krank, weil Viren bei einem geschwächten Immunsystem ein leichtes Spiel haben. Darüber hinaus sind in einem Umfeld, wo es am Allernötigsten fehlt, auch die Chancen auf Bildung rar. So wird die Armut oft von Generation zu Generation weitergegeben. Der Teufelskreis hält weltweit Millionen Menschen gefangen.

Auch der Tag für die Beseitigung der Armut beschäftigt sich jährlich mit einem anderen Themenfeld. Im Jahr 2008, zum 60. Jahrestag der ersten Universal Declaration of Human Rights, wurde der Fokus auf die Menschenrechte und die Aufrechterhaltung der Würde von Menschen, die in Armut leben, gelegt. 2012 war der Tag der Bekämpfung von extremer Armut durch Friedensbildung und Good Governance gewidmet. Im Jahr 2013 stand die Zusammenarbeit mit und das Lernen von den von Armut betroffenen Menschen im Mittelpunkt, da Hilfe zur Selbsthilfe eines der Hauptanliegen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe ist.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

Spenden-Stichwort: Nothilfe weltweit
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
jetzt online spenden!