Südliches AfrikaIm südlichen Afrika verschlechtert eine Dürre die Ernährungslage dramatisch

01-12-2002

Verzweifelt zeigt Dona Euníce über ihr kleines Maisfeld in der Provinz Sofala in Mosambik. Ein paar verkümmerte Pflanzen lassen den hitzeverbrannten Boden überall durchscheinen: "Es war nie viel, aber wir konnten davon leben. Jetzt ist fast alles verdorrt. Wir haben nicht einmal mehr Saatgut, denn das wenige, was wir ernten konnten, reicht gerade zum Überleben. Für die nächste Aussaat ist nichts übrig." Wie die meisten Kleinbauern in Mosambik lebt auch Dona Euníces sechsköpfige Familie von dem, was sie selbst anbaut. Der ausbleibende Regen hat die Ernten zerstört und treibt die Menschen dazu, auch zurückbehaltenes Saatgut zu essen. Dadurch verschärft sich der Hungerkreislauf. Seit die letzte große Dürreperiode im März und April dieses Jahres die Ernteerträge stark beeinträchtigt hat, sind viele Menschen hier von einer akuten Hungersnot betroffen.
Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, kombiniert der ASB in den mosambikanischen Provinzen Sofala und Manica die unmittelbare Nothilfe mit mittel- und langfristigen Vorbeugungsmaßnahmen. Von Oktober bis Januar verteilen der ASB und das Schweizerische Arbeiterhilfswerk (SAH) Lebensmittel wie Mais, Weizen, Öl, Salz und Zucker und geben zugleich Saatgut aus, damit auch für das nächste Jahr vorgesorgt werden kann.
Lokale Partner, die Aktivistinnen der Frauenzentren Circulos de Interesse, begleiten die Verteilung der Hilfsgüter. Sie geben Hilfestellung bei Problemen, informieren und fördern den Erfahrungsaustausch der Betroffenen, um sie für das Problem der Unterernährung zu sensibilisieren.

Auch in Lesotho, Äthiopien und Uganda wird der ASB Aktivitäten im Bereich der Ernährungssicherung durchführen, hier arbeitet er mit der Hilfsorganisation CARE Deutschland zusammen. In Lesotho werden bis März 2003 etwa 380.000 Tonnen Lebensmittel benötigt, um die schlimmsten Folgen der Hungerkatastrophe abzuwenden. In Äthiopien verschärft sich der Hunger zusätzlich durch den andauernden Grenzkonflikt mit Eritrea, so dass in den nächsten Monaten bis zu vier Millionen Menschen betroffen sein werden.
Die Hilfe des ASB für die Menschen im südlichen Afrika beschränkt sich nicht nur auf Ernährungssicherung, sondern umfasst auch die medizinische Versorgung. So fehlt es in Angola, wo die Menschen unter den Folgen der Dürre und des jahrzehntelangen Bürgerkriegs leiden, an Medikamenten und Krankenstationen. In der Provinz Bié unterstützt der ASB deshalb gemeinsam CARE von August bis Dezember dieses Jahres die medizinische Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten und medizinischem Verbrauchsmaterial.

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