Südliches AfrikaArbeiter-Samariter-Bund - Hungerkatastrophe im südlichen Afrika

01-04-2003

Die meisten Menschen leiden nicht nur unter den schlimmen Folgen der zahlreichen Bürgerkriege wie z.B. in Sierra Leone, der Demokratischen Republik Kongo oder dem Sudan sondern sind zudem immer wiederkehrenden Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und verheerenden Dürreperioden wegen der schlechten ökonomischen und infrastrukturellen Bedingungen ausgeliefert. Nach den jüngsten Bedarfserhebungen in der Region des südlichen Afrika gehen Schätzungen von 14,4 bis 16 Millionen Menschen aus, die akut von der Hungerkatastrophe bedroht sind Save the Children UK Emergency Report Southern Africa

In Mosambik beispielsweise greifen kaum die ersten Wiederaufbaumaßnahmen nach den schweren Überschwemmungen der Jahre 2000 und 2001, nun droht eine Dürrekatastrophe die ohnehin schlechte Ernährungslage in der gesamten Region des südlichen Afrika dramatisch zu verschlimmern: die Ernten vertrocknen und der Boden dörrt aus. Gegenwärtig hat die Bevölkerung von Mosambik, besonders im Zentrum und im Süden mit den Folgen der Dürre zu Beginn dieses Jahres zu kämpfen. Die meisten Kleinbauern in dem Land leben von dem, was sie selber anbauen. Der ausbleibende Regen hat jedoch die Ernten zerstört und treibt die Menschen dazu, auch zurückbehaltenes Saatgut zu verzehren. Seit den viel zu geringen Ernteerträgen im März/April dieses Jahres sind viele Menschen hier von einer akuten Hungersnot betroffen. Allein hier hungern mehr als 600.000 Menschen. Die ununterbrochene Folge von Katastrophen erschwert eine effiziente Armutsbekämpfung und nachhaltige Entwicklung in der Region. Es ist aber auch besonders wichtig zu verhindern, dass die Menschen immer tiefer in einen Hungerkreislauf geraten. Präventionsmaßnahmen zur Ernährungssicherung vor Ort können diesen Teufelskreis durchbrechen.

Der ASB engagierte sich in Mosambik gemeinsam mit dem Schweizer Arbeiterhilfswerk (SAH) während der Sofort- und Wiederaufbaumaßnahmen nach den Überschwemmungen in den Jahren 2000 und 2001. In einem Projekt in den südlichen Bezirken der Provinzen Sofala und Manica werden unmittelbare Nothilfe mit mittel- und langfristigen Präventionsmaßnahmen zur Ernährungssicherung kombiniert. Neben der Verteilung von Lebensmitteln wie Mais, Weizen, Öl, Salz und Zucker bis Anfang 2003, wird zugleich Saatgut verteilt. Lokale Partnerorganisationen begleiten die Verteilung der Hilfsgüter. Zugleich geben sie Hilfestellung bei Problemen, informieren und fördern den Erfahrungsaustausch der Betroffenen im Hinblick auf eine Sensibilisierung gegenüber dem Problem der Unterernährung.
Auch in Angola sind Hunderttausende von Menschen vollkommen von Hilfsgüterlieferungen abhängig. Neben der Dürrekatastrophe sind die Menschen hier besonders von den verheerenden Folgen des jahrzehntelangen Bürgerkrieges, der bis April dieses Jahres in dem Land tobte, getroffen. Bis Ende des Jahres gehen Schätzungen von 1,8 Millionen Menschen aus, die von humanitären Hilfslieferungen abhängig sind. In der im Krieg stark umkämpften Provinz Bié unterstützt der ASB gemeinsam mit der Hilfsorganisation CARE von August bis Dezember dieses Jahres die medizinische Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten und medizinischem Verbrauchsmaterial.

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