Flüchtlingskinder sitzen auf einer Straße.

Hilfe für FlüchtlingeCARE weitet Integrationsprojekt KIWI für geflüchtete Jugendliche bundesweit aus

03-11-2016

Das CARE-Projekt „Kinder und Jugendliche Willkommen“ (KIWI), das Anfang 2016 in Nordrhein-Westfalen gestartet wurde, unterstützt ab sofort auch bundesweit Schulen bei der Integration von Kindern mit Migrations- und Fluchthintergrund. Interessierte Schulen können sich für das Projekt und das begleitende Fortbildungsprogramm ab sofort anmelden und werden von CARE-Experten darin begleitet, die Integrationspotentiale an ihrer Schule auszuschöpfen.

Unterrichtsmodule zu Kultur und Grundwerten für Flüchtlinge

Im Rahmen mehrtätiger Fortbildungen schult CARE Lehrkräfte in der Anwendung verschiedener Unterrichtsmodule zu Kultur, Geschlechterrollen, Grundwerten und zur beruflichen Orientierung. Das Projekt basiert auf der Erfahrung von CARE auf dem Balkan, wo bereits seit einigen Jahren erfolgreich mit Jugendlichen gearbeitet wird, um klassische Männerbilder zu überwinden und das Miteinander friedlich zu gestalten.

Das KIWI-Projekt selbst ist kostenfrei, es wird lediglich eine Schutzgebühr von 50 Euro für das Handbuch und die Materialien erhoben. Neben den Unterrichtsmodulen fördert das Projekt auch eigene Ideen der Jugendlichen an ihren Schulen mit bis zu 400 Euro. Vom Hühnerstall über das Sommerfest bis zum Integrationsbasar kann jede Aktivität eingereicht werden, die das Zusammenleben fördert.

Für intensive Begleitung wird "KIWI plus" angeboten

Hauptzielgruppe des Projekts sind die Lehrkräfte in Integrations- oder Willkommensklassen oder Regelklassen, die geflüchtete Jugendliche aufgenommen haben. In den Schwerpunktregionen Rhein/Main, Rheinland, Ruhrgebiet, Berlin/Brandenburg, Saarland und München/Oberbayern bietet das Projekt-Team außerdem „KIWI plus“ an. Interessierten Schülern und Lehrkräften wird dabei eine intensive Begleitung zur Seite gestellt.

Seit Anfang 2016 wurde KIWI in einer Pilotphase an 28 Schulen in Nordrhein-Westfalen umgesetzt. NRW-Familienministerin Christina Kampmann überzeugte sich im Sommer an einer Schule bei Krefeld von dem Erfolg: „Ich finde die Integrationsarbeit, die CARE mit dem Projekt „KIWI“ leistet, sehr vorbildlich. Das Projekt unterstützt die zu uns geflüchteten Jugendlichen dabei, bei uns in der Gesellschaft anzukommen.“

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