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Erdbeben JapanWorld Vision schickt erste Hilfslieferung nach Tome

14-03-2011

Ein japanisches Helferteam des internationalen Kinderhilfswerks World Vision ist nach schwieriger Fahrt mit einer ersten Hilfslieferung für Kleinkinder im Katastrophengebiet eingetroffen und stellt mit Unterstützung des Büros in Tokio heute eine weitere Hilfslieferung für 4.500 Menschen in der Stadt Tome zusammen.

Die ca. 500 Kilometer nördlich von Tokio im Nordosten der Präfektur Miyagi gelegene Stadt wurde vom Erdbeben in Japan und der Tsunami-Katastrophe schwer getroffen. „Wir haben erfahren, dass es dort beispielsweise Bedarf an Decken, Babynahrung und Windeln gibt und wollen diese Dinge nach Möglichkeit morgen in Notunterkünfte bringen“, berichtet Nothilfeleiter Kenjiro Ban aus Sendai. Er hat in vielen Katastrophensituationen gearbeitet und betont, dass die Zerstörung und der Hilfsbedarf in Japan vieles in den Schatten stelle, was er bisher gesehen habe.

World Vision hat den örtlichen Behörden in Sendai auch angeboten, mit erfahrenen Kinderschutzmitarbeitern Betreuungsangebote für Kinder in sogenannten „child friendly spaces“ zu organisieren. „Wir gehen davon aus, dass viele Kinder der Küstenregion traumatische Erlebnisse verarbeiten müssen und durch die vielen Nachbeben verunsichert sind und jetzt schlecht schlafen.

Ein Ort der Ruhe und qualifizierte Ansprechpartner können ihnen helfen, mit der ganzen Unsicherheit und Trauer besser zurechtzukommen“, sagt Silvia Holten, Pressesprecherin von World Vision Deutschland. „Unser japanisches Büro kann die nötigen Fachkräfte und Material kurzfristig zur Verfügung stellen“, so Holten. Die Kollegen berichten allerdings, die für die Genehmigungen zuständigen Behörden seien momentan völlig überlastet. Transporte werden überdies durch Straßenschäden und lange Schlangen an Tankstellen erschwert. „Die Arbeitsbedingungen bei dieser Katastrophe sind andererseits nicht mit einer Katastrophensituation in einem Entwicklungsland vergleichbar und wir zollen den Japanern großen Respekt für die umfassenden Hilfsmaßnahmen, die sie bisher schon in die Wege geleitet haben.“

World Vision Deutschland appelliert an die deutsche Bevölkerung über der nuklearen Bedrohung in Fukushima nicht die humanitäre Notlage und Trauer der betroffenen japanischen Bevölkerung zu übersehen. 

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen, bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

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