von LandsAid
Nach dem Anstieg der Ebola‐Fälle in mehreren Provinzen der Demokratischen Republik Kongo startet die Hilfsorganisation LandsAid e. V. gemeinsam mit dem lokalen Partner Centre Hospitalier CHAHI ein umfassendes Präventionsprojekt in der Provinz Süd‐Kivu. Ziel ist es, die weitere Ausbreitung der Viruskrankheit – insbesondere der aktuellen Bundibugyo‐Variante – frühzeitig einzudämmen und gefährdete Gemeinden besser zu schützen. Das Projekt wird durch Aktion Deutschland Hilft gefördert.
Lage verschärft sich
Die Lage verschärft sich zunehmend. Nach aktuellen Angaben wurden bereits mehr als 600 Verdachtsfälle registriert. Berichten der WHO zufolge gibt es derzeit mehr als 130 vermutete Todesfälle. Die Zahlen ändern sich täglich. Bestätigte Ebola‐Fälle gibt es unter anderem in den Städten Goma und Butembo. Besonders betroffen sind die Gesundheitszonen Bunia, Rwampara, Mongbwalu und Nyakunde in der Provinz Ituri. Aufgrund der engen Verkehrs‐ und Handelsverbindungen zwischen den Provinzen wächst auch in Süd‐Kivu die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung.
“Die Situation bereitet den Menschen große Angst. Ebola ist hoch ansteckend und kann tödlich verlaufen. Gleichzeitig gibt es gegen die aktuelle Bundibugyo‐Variante bislang keinen zugelassenen Impfstoff. Gerade deshalb sind schnelle Präventionsmaßnahmen, Aufklärung und die Unterstützung lokaler Gesundheitsstrukturen jetzt entscheidend."
Stefani Rackes da Silva, LandsAid‐Projektmanagerin
Aufklärungskampagnen und Hygienemaßnahmen
Im Mittelpunkt des Projekts stehen gemeindebasierte Aufklärungs‐ und Sensibilisierungskampagnen in Gesundheitszentren, öffentlichen Einrichtungen und Gemeinden. Über lokale Radiosender sollen zudem über einen Zeitraum von 60 Tagen Informationsprogramme zu Übertragungswegen, Schutzmaßnahmen und dem Umgang mit Verdachtsfällen ausgestrahlt werden.
Zusätzlich stellt LandsAid gemeinsam mit dem lokalen Partner dringend benötigte Präventionsmaterialien bereit. Geplant sind unter anderem die Verteilung von Handwaschsets, Infrarot‐Thermometern, Handschuhen, Schutzmasken sowie Chlor und Desinfektionsmitteln. Darüber hinaus werden 55 Mitarbeitende aus dem Gesundheitsbereich zu Ebola‐Prävention sowie zur frühzeitigen Erkennung möglicher Verdachtsfälle geschult.
Hilfe für rund 200.000 Menschen
Das Projekt richtet sich direkt und indirekt an die Bevölkerung des Gesundheitsgebiets CHAHI und umliegender Gemeinden – insgesamt rund 200.000 Menschen. Stefani Rackes da Silva berichtet:
“Viele Gesundheitseinrichtungen verfügen nicht über ausreichende Schutz‐ und Hygienematerialien. Gleichzeitig kursieren in den Gemeinden Gerüchte und Fehlinformationen über Ebola. Deshalb setzen wir bewusst auf lokale Aufklärung und enge Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort.”
Konflikte und Fluchtbewegungen erschweren die Lage
Die humanitäre Lage in der Region bleibt angespannt. Anhaltende Konflikte, Fluchtbewegungen und eingeschränkte medizinische Versorgung erschweren die Eindämmung zusätzlich. Auch die Schließung einzelner Grenzübergänge in der Region zeigt die Sorge der Behörden vor einer weiteren Ausbreitung des Virus.
Die kommenden Wochen werden entscheidend dafür sein, ob sich das Virus weiter ausbreitet oder eingedämmt werden kann.
„Um die Menschen vor Ort wirksam zu schützen, benötigen wir jetzt schnelle und verlässliche Unterstützung. Jede Spende hilft dabei, Aufklärung zu ermöglichen, Gesundheitszentren mit dringend benötigten Schutzmaterialien auszustatten und lokale Helferinnen und Helfer im Kampf gegen Ebola zu stärken.“
Michaela Wiese, LandsAid‐Vorständin
Hintergrund
Die Bündnisorganisation LandsAid arbeitet bereits seit mehr als sieben Jahren eng mit dem Centre Hospitalier CHAHI zusammen. Der lokale Partner verfügt über umfangreiche Erfahrung in der medizinischen Versorgung sowie in früheren Ebola‐bezogenen Maßnahmen in der Region. LandsAid e. V. ist eine humanitäre Hilfsorganisation mit Sitz in Deutschland.
Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen unterstützt LandsAid Menschen in Krisen‐ und Katastrophengebieten weltweit mit medizinischer Hilfe, Ernährungssicherung, Bildungs‐ und Schutzmaßnahmen.
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden für die von der Ebola betroffenen Menschen.
Stichwort: Ebola Zentralafrika
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX






