von action medeor
Einen Monat, nachdem der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo offiziell bekannt wurde, sind die Hilfsmaßnahmen des Medikamentenhilfswerks action medeor in vollem Gange. In den Gesundheitseinrichtungen der Ebola-Region kommen Schutzanzüge, Masken und Handschuhe, Sprühgeräte und Desinfektionsmittel, kontaktlose Stirn-Fieberthermometer und Handwasch-Stationen von action medeor zum Einsatz.
Weitere Hilfsmaßnahmen geplant
Und in Deutschland bereitet die “Notapotheke der Welt”, wie action medeor auch genannt wird, bereits weitere Hilfsmaßnahmen vor, um die Ausbreitung des Virus und das Leiden von Menschen zu mindern. Möglich wurden diese und andere Maßnahmen auch aufgrund einer Großspende des Unternehmers Stefan Quandt, der die Hilfsmaßnahmen von action medeor mit 500.000 Euro unterstützt hat.
“Diese Spende war ausschlaggebend dafür, dass wir unseren Beitrag zum Schutz der Menschen vor Ebola in der Demokratischen Republik Kongo nochmal verstärken konnten”, erläutert Angela Zeithammer, Vorständin von action medeor. “Ohne diese Unterstützung hätten wir viele unserer Hilfsmaßnahmen in dieser Form nicht umsetzen können, daher sind wir Stefan Quandt für sein Engagement sehr dankbar”, so Zeithammer.
Zahlreiche Infektions- und Todesfälle
Bereits 2014 hatte der Unternehmer action medeor in erheblichem Umfang bei der Durchführung von Hilfsmaßnahmen gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika unterstützt. Dass eine solche Unterstützung aktuell auch für die DR Kongo weiter notwendig ist, belegen die jüngsten Zahlen. Inzwischen gibt es in der Region mehr als 950 bestätigte Infektionsfälle, rund 250 Menschen sind an dem Virus bereits gestorben.
“Hinter diesen Statistiken verbergen sich erhebliche familiäre Tragödien”, berichtet Dr. Joseph Kasanda. Er ist Arzt und für action medeor vor Ort, um die Hilfsmaßnahmen zu koordinieren. Gerade war er in Bunia, der Hauptstadt der Provinz Ituri, die das Zentrum der Epidemie bildet, um dort Lagermöglichkeiten für Hilfsgüter zu organisieren.
Lage ist besorgniserregend
“Doktor Joseph”, wie ihn hier alle nennen, spricht in diesen Tagen viel mit Ärzten, dem Pflegepersonal und den Menschen auf der Straße. Und er berichtet von besorgniserregenden Zuständen:
“Es gibt viel mehr Tote als sonst, das ist für alle spürbar. Die Teams, die die Verstorbenen sicher und würdig beerdigen sollen, sind überlastet. Es dauert zum Teil mehrere Tage, bis die Leichname beerdigt werden.”
Dr. Joseph Kasanda, Arzt
“Die Menschen haben pure Angst”
Vor allem das Gesundheitspersonal sei hohen Infektionsgefahren ausgesetzt, berichtet der Mediziner. Etwa 60 Gesundheitsmitarbeiter seien aktuell erkrankt, zuletzt sei ein Arzt gestorben. Dr. Joseph Kasanda berichtet:
“Die Menschen haben Angst, pure Angst. Manche Familien haben innerhalb weniger Tage mehrere Angehörige verloren. Solche Situationen verursachen nicht nur schwere psychische Traumata. Man kann die kollektive Angst der Leute auf der Straße geradezu spüren. Diese Epidemie ist nicht nur ein medizinischer Notfall - es ist auch eine menschliche, soziale und emotionale Krise”
Zusätzliche Maßnahmen geplant
Aus diesem Grund wird action medeor die Unterstützung von Gesundheitsstationen in den Bereichen Infektionsschutz, Desinfektion, Diagnose und Behandlung nun noch verstärken und zusätzlich Maßnahmen zur Sensibilisierung der Bevölkerung ergreifen.
“Für action medeor geht es jetzt darum, zur Eindämmung der Epidemie beizutragen, aber auch die Gemeinden und die Gesundheitseinrichtungen in der Region nachhaltig zu stärken. Dafür, dass dies am Ende gelingt, kämpfen wir mit aller Kraft.”
Angela Zeithammer, Vorständin von action medeor
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden für die von der Ebola betroffenen Menschen.
Stichwort: Ebola Zentralafrika
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX






