Wirbelstürme und ihre Zerstörungskraft
© Islamic Relief/Payne

Hurrikane und WirbelstürmeWirbelstürme und ihre Zerstörungskraft

Treffen Wirbelstürme auf Land, richten sie gewaltige Schäden an. Das Ausmaß der Zerstörung variiert, je nachdem, wie weit die Zone der höchsten Windgeschwindigkeit entfernt ist. Natürlich spielt auch die Nähe zum Wasser und die Bausubstanz der Gebäude eine große Rolle.

Die Kraft des Windes

Windgeschwindigkeiten von 200 Kilometern pro Stunde sind bei Wirbelstürmen keine Seltenheit. Im Extremfall werden im Zentrum des Sturms aber auch Böen von über 300 Kilometern pro Stunde gemessen. Taifun Haiyan auf den Philippinen erreichte in Böen bis zu 350 Kilometer pro Stunde. Sturmböen dieser Stärke sind in der Lage, Bäume zu entwurzeln und nicht befestigte Gegenstände in tödliche Geschosse zu verwandeln. Häuser werden teils schwer beschädigt oder dem Erdboden gleich gemacht. Schiffe auf hoher See geraten häufig in Seenot, während jene Schiffe, die im Hafen vor Anker liegen, Gefahr laufen, losgerissen zu werden.

Tropische Wirbelstürme: enorme Fläche und Dauer sind keine Seltenheit

Die betroffenen Gebiete sind meist riesig. Der größte je beobachtete Wirbelsturm war Taifun Tip, der 1979 mit einem Durchmesser von 2.220 Kilometern eine Fläche von 3,8 Millionen Quadratkilometern umfasste. Das entspricht der zehnfachen Fläche Deutschlands. Da er hauptsächlich über dem offenem Pazifik wütete, waren die Schäden vergleichsweise gering. Zudem können tropische Wirbelstürme riesige Strecken zurücklegen und halten sich oft länger als zwei Wochen. Hurrikan John, der 1994 während der Dauer seines Bestehens zweimal die Datumsgrenze im Pazifik überquerte und dabei über 13.000 Kilometer zurücklegte, wütete 31 Tage lang.

Überschwemmungen durch Starkregen und Flutberge

Begleitet werden die Sturmböen von sintflutartigen Regenfällen, die in den rotierenden, bis zu fünfzehn Kilometer hohen Wolkenmauern um das Auge des tropischen Wirbelsturms produziert werden. Im Schnitt fallen stündlich 150 Liter Regen pro Quadratmeter, welche innerhalb kürzester Zeit zu schweren Überschwemmungen und Erdrutschen führen können. Die höchste je gemessene Regenmenge brachte der Hurrikan Wilma 2005 nach Mexiko. In weniger als 24 Stunden fielen dort 1.500 Liter Regen pro Quadratmeter.

Der Wirbelsturm treibt enorm hohe Wellen, sogenannte Flutberge, vor sich her, die je nach Windstärke bis zu sieben Meter hoch sind. Die höchste je gemessene Flutwelle traf 1899 Australien und war 13 Meter hoch. Wellenberge wie diese überfluten in kürzester Zeit ganze Landstriche. Durch die Gewalt der Wellen können Häuserwände eingedrückt und zum Einsturz gebracht werden. Zudem werden Tunnel in kürzester Zeit geflutet und Dämme können brechen.

Gefahr durch Großbrände

Nicht selten werden durch Blitze und herabstürzende Strommasten Großbrände ausgelöst, die sich auf Grund auslaufenden Heizöls oder anderer brennbarer Flüssigkeiten schnell ausbreiten und nur schwer unter Kontrolle gebracht werden können. Stromausfälle aufgrund beschädigter Kraftwerke und Oberleitungen sowie ein Zusammenbruch der Wasser- und Gasversorgung sind ebenfalls sehr häufige Folgen eines tropischen Wirbelsturms.

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