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Ärzt:innen im Sudan
© action medeor/David Lomuria
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Gesundheit Denguefieber

von Aktion Deutschland Hilft

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch das Denguevirus verursacht wird. Der Krankheitserreger wird hauptsächlich durch infizierte Stechmücken der Art Aedes aegypti übertragen. Auch die Asiatische Tigermücke kann das Virus verbreiten.

Es gibt vier verschiedene Varianten des Denguevirus. Eine überstandene Infektion schützt dauerhaft nur gegen die jeweilige Variante. Wer sich später mit einer anderen infiziert, hat ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

Die Zahl der Dengue-Erkrankungen ist in den vergangenen Jahrzehnten weltweit stark gestiegen. Nach Schätzungen der WHO kommt es weltweit jedes Jahr zu 100 bis 400 Millionen Dengue-Infektionen.

Wo kommt Denguefieber vor?

Denguefieber kommt vor allem in tropischen und subtropischen Regionen vor. Besonders betroffen sind Länder in Lateinamerika, Asien und Teilen Afrikas. Weltweit leben fast vier Milliarden Menschen, also etwa die Hälfte der Weltbevölkerung, in Dengue-Risikogebieten.

Einige Arten der Stechmücken, die das Virus übertragen, sind äußerst anpassungsfähig. Dadurch kann sich Dengue im Sommer weiter nach Norden in Europa oder Nordamerika ausbreiten.

Die Ausbreitung der Krankheit wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Dazu zählen Urbanisierung, Bevölkerungswachstum, zunehmende Reisen und internationale Mobilität sowie klimatische Veränderungen, die günstigere Bedingungen für die Überträgermücken schaffen.

Symptome von Denguefieber

Die ersten Symptome treten meist vier bis zehn Tage nach dem Stich einer infizierten Mücke auf. Die Erkrankung dauert in der Regel zwei bis sieben Tage.

Typisch ist hohes Fieber von bis zu 40 °C. Hinzu kommen meist mindestens zwei der folgenden Symptome:

  • starke Kopfschmerzen
  • Schmerzen hinter den Augen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • geschwollene Lymphknoten
  • Muskel-, Knochen- und Gelenkschmerzen
  • Hautausschlag

Viele Infektionen verlaufen jedoch ohne Beschwerden oder verursachen nur milde Symptome.

Wann wird Denguefieber gefährlich?

Die meisten Erkrankten erholen sich innerhalb weniger Wochen vollständig. In einigen Fällen nimmt die Krankheit jedoch einen schweren Verlauf. Besonders gefährdet sind Menschen, die bereits früher einmal an Dengue erkrankt waren und sich erneut infizieren.

Die kritische Phase tritt häufig drei bis sieben Tage nach den ersten Krankheitszeichen auf. Wenn das Fieber zurückgeht, bedeutet es nicht unbedingt, dass die betroffene Person auf dem Weg der Besserung ist. Stattdessen können Warnzeichen für einen schweren Verlauf auftreten:

  • starke Bauchschmerzen
  • anhaltendes Erbrechen
  • Zahnfleischbluten
  • schnelle Atmung
  • starke Müdigkeit oder ungewöhnliche Unruhe
  • Blut im Erbrochenen oder Stuhl
  • sehr starker Durst
  • blasse und kalte Haut

Menschen mit diesen Symptomen sollten umgehend medizinisch versorgt werden.

Schweres Denguefieber kann zu einem Austritt von Blutplasma aus den Blutgefäßen führen. Dadurch können Kreislaufversagen, Flüssigkeitsansammlungen im Körper und Atemprobleme entstehen. Außerdem kann es zu schweren Blutungen und dem Ausfall lebenswichtiger Organe kommen. Bei schweren Verläufen ist häufig eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich.


Bildergalerie: Gesundheit & Krankheit

Ein Arzt hört ein Mädchen mit einem Stethoskop ab
Ein Arzt hört ein Mädchen mit einem Stethoskop ab
© World Vision/Shayan Nuradeen
Die Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft leisten weltweit medizinische Hilfe: etwa in Ländern, in denen Hausärzte oder regelmäßige Hebammenbesuche nicht alltäglich sind, wo Naturkatastrophen wie Wirbelstürme oder Erdbeben die medizinische Infrastruktur zerstört haben und Krankheiten wie Cholera und Tuberkulose verbreitet sind.
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Ärzte mit Masken und Schutzanzügen legen bei einem Corona-Patienten in Tansania eine Infusion an
Ärzte mit Masken und Schutzanzügen legen bei einem Corona-Patienten in Tansania eine Infusion an
© action medeor/Tansania
Viren wie das Ebola- oder das Coronavirus verbreiten sich bei mangelnden Hygienebedingungen besonders schnell. Potentielle Patient:innen werden isoliert behandelt und Helfer erhalten Schutzausrüstungen wie Handschuhe und Masken.
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Ein Mitarbeiter von World Vision untersucht ein Kleinkind in einem Dorf in Somalia
Ein Mitarbeiter von World Vision untersucht ein Kleinkind in einem Dorf in Somalia
© World Vision/Somalia
Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die bis heute in Asien und Afrika vertreten ist. Die Krankheit ist für mangelernährte Menschen, Kleinkinder und Menschen ohne Obdach sowie mit HIV-Infektion besonders gefährlich.
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Fotos
Eine Krankenschwester in Haiti impft ein Kleinkind, das in dem Armen seiner Mutter sitzt
© Aktion Deutschland Hilft/Jakob Studnar
Weltweit ist Malaria eine häufige Todesursache bei Kindern unter fünf Jahren. Malaria ist eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die in Afrika häufig ist und von Mücken übertragen wird. Eine schnelle Diagnose und die richtige Behandlung sind entscheidend für eine Genesung.
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Eine Ärztin in einem Krankenhaus in der DR Kongo misst den Blutdruck eines Mannes
© Johanniter/Lambert Coleman
Der Einsatz gegen HIV/Aids ist wichtiger Bestandteil vieler Hilfsprojekte unserer Bündnisorganisationen. In Gesundheitszentren erhalten infizierte Menschen medizinische Hilfe und können sich über die Immunschwächekrankheit informieren. Mobile Teams reisen in abgelegene Gebiete und klären über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten auf.
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Ein von Cholera geschwächtes Kleinkind in einer Krankenstation im Jemen
© CARE/Al-Ansi
Cholera ist eine besonders schwere Darminfektion. Der Krankheitserreger gelangt über verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrung in den Magen-Darm-Trakt eines Menschen. Cholera ist, schnell erkannt, leicht zu behandeln. Allerdings sterben geschwächte Kleinkinder oder ältere Menschen in ärmeren Ländern häufig an der Krankheit.
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Eine Krankenschwester untersucht in einem indischen Krankenhaus den Bauch einer schwangeren Frau
© Aktion Deutschland Hilft/Trappe
Routine- und Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, um zum Beispiel Krankheiten rechtzeitig zu entdecken oder Komplikationen während der Schwangerschaft festzustellen. Dank mobiler Gesundheitszentren erreicht die Hilfe unseres Bündnisses auch Menschen in entlegenen Regionen.
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Eine Mutter im Südsudan wartet in einem Krankenzimmer mit ihrem Baby auf dem Arm auf eine medizinische Behandlung
© World Vision/Südsudan
Nicht alle Narben, die Naturkatastrophen oder Kriege hinterlassen, sind sichtbar. Viele Überlebende leiden unter den traumatisierenden Erlebnissen, trauern um Menschen, die sie verloren haben, oder das Leben, das sie zurücklassen mussten. Unser Bündnis hilft diesen Kindern, Frauen und Männern, neuen Lebensmut zu finden.
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In einem Gesundheitszentrum im Irak zeigt eine Lehrerin einem Mädchen, wie richtiges Händewaschen geht
© World Vision/Shayan Nuradeen
Zusammenhalt und Solidarität sind heute wichtiger denn je! Dank Ihrer Unterstützung können die Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft auch in diesen Zeiten Hilfsprojekte für Menschen in Not umsetzen. Dafür danken wir Ihnen von ganzem Herzen!
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Wie wird Denguefieber behandelt?

Bislang gibt es keine spezifische antivirale Behandlung gegen Denguefieber.

Die Therapie konzentriert sich auf:

  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • Überwachung möglicher Komplikationen
  • Behandlung von Beschwerden wie Fieber oder Schmerzen
  • stationäre Versorgung bei schweren Verläufen

Eine frühzeitige medizinische Betreuung ist entscheidend, um schwere Krankheitsverläufe rechtzeitig zu erkennen.

Wie kann man sich vor Dengue schützen?

Da es keine gezielte Heilung gibt, ist Vorbeugung besonders wichtig. Die Dengue-Mücken stechen vor allem tagsüber, insbesondere in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag. Daher ist Schutz auch tagsüber entscheidend.

Die WHO empfiehlt:

  • Mückenschutzmittel verwenden
  • lange Kleidung tragen
  • Fenster und Türen mit Insektengittern schützen
  • Moskitonetze nutzen
  • stehendes Wasser in Behältern, Reifen oder Eimern beseitigen

Gibt es Impfstoffe gegen Denguefieber?

In einigen Ländern steht ein Impfstoff gegen das Denguevirus zur Verfügung. Die WHO empfiehlt den Einsatz des Impfstoffs bei Kindern im Alter von 6 bis 16 Jahren in Gebieten, in denen das Risiko einer Infektion mit Dengue besonders hoch ist.

Impfungen können einen wichtigen Beitrag zur Krankheitsbekämpfung leisten, ersetzen aber nicht Maßnahmen zur Mückenbekämpfung und zum Schutz vor Mückenstichen.

Denguefieber und humanitäre Krisen

Ausbrüche treten besonders häufig dort auf, wo Gesundheitssysteme geschwächt sind oder viele Menschen auf engem Raum leben. Nach Naturkatastrophen, Überschwemmungen oder in Notunterkünften können sich Mücken leichter vermehren. Dadurch steigt das Risiko für Dengue-Ausbrüche zusätzlich.

Für humanitäre Hilfsorganisationen gehören daher Aufklärung, Mückenschutz, Wasser- und Sanitärversorgung sowie die Unterstützung lokaler Gesundheitssysteme zu den wichtigsten Maßnahmen.

Quellen: Robert Koch-Institut, Weltgesundheitsorganisation (WHO) (Stand: September 2026)

 

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Gesundheit

Infos rund um Gesundheit & Krankheit: Was ist eine Seuche? Wie viele Menschen sterben an Aids? Wo gab es Ebola? Und was gibt es für Infektionskrankheiten?

Malaria

Malaria ist eine gefährliche Infektionskrankheit. Erfahren Sie mehr über Erreger, Symptome, Malariaprophylaxe und in welchen Ländern die Krankheit auftritt.

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