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Unruhen in LibyenZweite medeor-Hilfssendung sicher in Misurata angekommen

31-03-2011

Nur der Seeweg ist möglich

Seit 40 Tagen wird Misurata von Gaddafis Truppen isoliert. Nur der Seeweg ist noch offen. action medeor brachte nun die zweite große Medikamentensendung per Schiff in den Hafen von Misurata. „Wir sind so froh, dass eine weitere Medikamentenlieferung von medeor hier im Krankenhaus angekommen ist“, bedankt sich ein libyscher Arzt, der medeor bekannt ist, aber dessen Name aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht wird. Es gibt fast keine Medikamente mehr, ganz dramatisch: Die Ärzte müssen ohne Narkosemittel operieren und auch amputieren.

Bisher wurden in dem Krankenhaus in Misurata 1700 Menschen medizinisch versorgt, vor allem Zivilisten und Kinder. „Wir hoffen, dass medeor uns weiter unterstützt und wir noch hunderte Menschenleben retten können!“, so der Arzt. Hundert Patienten müssten aufgrund der Schwere ihrer Behandlung in anderen Krankenhäusern weiterbehandelt werden. medeor kümmert sich um weitere Hilfssendungen.

Unruhen in Libyen, Tunesien und Ägypten © Das Bündnis der Hilfsorganisationen