Wetterphänomen El Niño und seine AuswirkungenHilfe für die Bewohner von Somalia

21-07-2016

von World Vision

Seit drei Jahren hat es in der Region Lughaya nicht mehr geregnet. Dreiviertel der fast vier Millionen Einwohner sind direkt von der Dürre betroffen. Ihr Vieh findet keine Nahrung und kein Wasser mehr. Ein Großteil der Tiere ist schon verendet. Mohamed Dirie hatte einst 175 Ziegen und 12 Kamele. Heute ist die Ziegenherde auf 25 geschrumpft und nur noch zwei Kamele leben. Er will zurück nach Äthiopien, hofft, dass dort Regen gefallen ist. „Aber meine Tiere sind zu schwach. Ich weiß nicht, was ich tun soll.“

Etwa 150 Kilometer von der äthiopischen Grenze entfernt hat die somaliländische Regierung einen Sammelpunkt für Nomaden errichtet. Hier gibt es noch Wasser. Die Viehnomaden hoffen, dass sie und ihre Tiere nach Äthiopien gebracht werden. In Somaliland haben auch viele Frauen Herden mit Ziegen, Eseln und Kamelen. Mit dem Verkauf der Milch und des Fleisches ernähren sie im Schnitt sieben Kinder.

Viele unterernährte Kinder


In der Nähe des Sammelpunktes für Nomaden betreibt World Vision eine Krankenstation. In  den vergangenen Monaten kommen immer mehr Mütter mit unterernährten Kindern in die Station. Manche haben seit Wochen nur Wasser getrunken. Die Kinder bekommen jetzt Spezialnahrung von World Vision. Die Liste unterernährter Kinder, die in der Krankenstation von World Vision behandelt werden, wird mit jedem Monat der Dürre länger. Doch selbst wenn es jetzt wieder regnet: Die Folgen von El Niño bleiben – denn die Ernte ist zerstört.

Viehnomaden werden Bauern


Zusammen mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit betreibt World Vision ein Bewässerungsprojekt in Somaliland. Mit solargetriebenen Pumpen wird ein Tröpfchensystem mit Grundwasser versorgt. Auch Viehnomadinnen werden zu Bäuerinnen umgeschult. So werden neue Einkommensquellen erschlossen und die Abhängigkeit von Wetterlagen verringert.

Die Bäuerinnen werden auch über Hygienemaßnahmen und gesunde Nahrungsmittel informiert. Die Zahl der Krankheitsfälle wie etwa Durchfall ist um 90 Prozent gesunken. Nach einem Training bei World Vision stellen die Bauern komplett auf Mischpflanzungen um. Zudem werden Bäume auf den Feldern gepflanzt, die für Schatten und Dünger sorgen.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
nimmt Spenden für die Betroffenen des Wetterphänomens El Niño entgegen unter:

Spenden-Stichwort: Auswirkungen El Niño
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Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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