Flüchtlinge KongoMalteser verstärken Hilfsmaßnahmen im Ostkongo

31-10-2008

Die Eskalation der bewaffneten Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat neue Flüchtlingsströme ausgelöst. „Auch der Norden des Süd-Kivu – insbesondere die Region Minova - ist akut betroffen“, berichtet Christoph Ruhmich, Programmkoordinator von Malteser International aus Bukavu. „Tausende flüchten aus Angst vor den brutalen Übergriffen aus Goma in diese Region. Besonders betroffen sind Frauen und Mädchen, da die kämpfenden Gruppen Vergewaltigung oft als Kampfmittel einsetzen. Viele Vertriebene sind traumatisiert und benötigen neben Nahrung und Unterkunft jetzt dringend psychosoziale Betreuung.“

Deswegen bauen die Malteser ihre Hilfen für die Vertriebenen in der Region Minova aus. Bereits in den vergangenen Monaten waren hier rund 55.000 Vertriebene registriert worden, die vor den Kämpfen zwischen den Rebellen (CNDP – Comité National pour la Défense du Peuple) und den Regierungstruppen (FARDC – Forces Armées de la République Démocratique du Congo) geflüchtet waren. Die Malteser setzten sich bereit in den vergangenen Monaten für diese intern Vertriebenen intensiv in der psychosozialen Betreuung ein. „Wir rechnen jetzt mit einer stetig ansteigenden Zahl von flüchtenden Frauen, Kindern und Männern“, so Ruhmich.

Zusätzlich zur psychosozialen Betreuung erkunden die Malteser die Region, um Lebensmittelverteilungen an die intern Vertriebenen gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (World Food Programme) vorzubereiten.

Die Malteser sind seit 1996 mit derzeit 80 nationalen und zwei internationalen Mitarbeitern im Süd-Kivu tätig. Sie führen dort Projekte im Bereich der Gesundheitsversorgung, der psychosozialen Betreuung und der Ernährungssicherung durch.

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